Ein kompakter Explorer, der Leistung, Komfort und hochwertige Verarbeitung vereint. So lässt sich die Marcopolo MP12 zusammenfassen – das neue Boot, das eine originelle Interpretation des „Adventure Yacht“-Konzepts bietet und dabei die Balance zwischen einem kühnen Charakter und dem für eine Luxusyacht typischen Komfort sucht. The International Yachting Media hat sie in Cannes auf See getestet – angetrieben von drei Mercury Verado V10-Motoren mit jeweils 400 PS, die sie auf eine Höchstgeschwindigkeit von 47,3 Knoten beschleunigten.
Die Marcopolo MP12 ist ein Boot für alle, die das Meer erleben wollen, ohne dabei Abstriche bei der Leistung oder der Qualität der Innenausstattung zu machen. Bei unserer Probefahrt konnte die Yacht schnell ins Gleitfahren kommen und zeigte selbst in den engsten Kurven ein ruhiges Fahrverhalten. Aber die Marcopolo MP12 Es geht nicht nur um Geschwindigkeit. Tatsächlich stellt das Design das Leben im Freien in den Mittelpunkt: Dazu gehören ein Beach Club am Heck, der durch zwei große, ausklappbare Seitenterrassen erweitert werden kann, eine geräumige Essecke, die von einem T-Top geschützt wird, und eine echte Lounge auf dem Vordeck. Der Innenraum, der sich durch große Glasflächen, ein zu öffnendes Dach und umgestaltbare Bereiche auszeichnet, rundet ein Konzept ab, das darauf abzielt, das Boot unter allen Bedingungen und zu jeder Jahreszeit nutzbar zu machen. All das gibt’s ab Angegebener Preis unter 500.000 Euro, was dazu beiträgt, dass die Positionierung dieser neuen Adventure-Yacht besonders attraktiv ist.
Unten könnt ihr euch das Testvideo zur Marcopolo MP12 ansehen, das von The International Yachting Media während des Cannes Yachting Festivals 2026 gedreht wurde.
Die Testfahrt der Marcopolo MP12 beginnt an einem besonders günstigen Tag in den Gewässern von Cannes: ruhige See, Sonnenschein und fast kein Wind. Angetrieben wird die Yacht von drei Mercury Verado V10-Motoren mit jeweils 400 PS, was einer Gesamtleistung von 1.200 PS entspricht. Das Antriebssystem ist ein wesentlicher Bestandteil des Erlebnisses an Bord, vor allem angesichts der sportlichen Ausrichtung des Projekts und der Fähigkeit, hohe Reisegeschwindigkeiten zu halten.
Der Steuerstand ist zentral angeordnet und bietet eine besonders ergonomische Sitzposition. Dank der großen Glasflächen rund um den Steuerstand ist das Sichtfeld weit – ein Element, das nicht nur zur Helligkeit des Raums beiträgt, sondern auch zum Sicherheitsgefühl während der Fahrt. Das Ergebnis ist ein Steuerstand, von dem aus das Boot sofort gesteuert werden kann, ohne dass dabei der Fahrkomfort leidet.
Eine der ersten Überprüfungen während des Tests betraf das Aufgleiten. Bei vollständig zurückgenommenen Gashebeln hebt sich der Marcopolo MP12 schnell aus dem Wasser und nimmt ganz natürlich eine waagerechte Trimmung ein. Das Boot kommt ins Gleiten bei etwa 10–12 Knoten, dann beschleunigt er allmählich. Bei 25 Knoten liegt die Motordrehzahl bei etwa 4.200 U/min, und der während des Tests gemessene Gesamtkraftstoffverbrauch liegt bei etwa 215 Litern pro Stunde. Bei 30 Knoten laufen die drei Motoren mit etwa 4.600 U/min, wobei der angezeigte Gesamtkraftstoffverbrauch bei etwa 242 Litern pro Stunde liegt. Diese Werte müssen natürlich im spezifischen Kontext des Tests und der jeweiligen Motorkonfiguration betrachtet werden, spiegeln aber sehr gut den Charakter der MP12 wider: ein Boot, das schnell hohe Geschwindigkeiten erreichen und diese mit ruhigem Fahrverhalten halten kann.
Der Test geht weiter mit einer Reihe von engen Kurven, um das Verhalten des Rumpfs zu prüfen, wenn man ihn noch mehr fordert. Nach rechts neigt sich die Marcopolo MP12 allmählich zur Seite und hält eine kreisförmige Bahn, ohne eine besondere Neigung zum Schleudern oder zum Ausbrechen des Bugs zu zeigen. Selbst beim Durchqueren des eigenen Kielwassers bleibt das Boot leicht zu steuern. Der Test wurde anschließend nach links wiederholt, wobei die Geschwindigkeit während der Kurve etwa 30 bis 32 Knoten erreichte. Gerade unter diesen Bedingungen zeigt sich einer der interessantesten Aspekte des MP12: Trotz der hohen Leistung scheint das Boot nicht ausschließlich auf Höchstgeschwindigkeit ausgelegt zu sein, sondern ein präzises und leicht kontrollierbares Fahrverhalten zu bieten.
Dann kommt der Moment für den mit größter Spannung erwarteten Test: die Suche nach der Höchstgeschwindigkeit. Der Marcopolo MP12 überschreitet nach und nach 35 Knoten, dann 40 und 44 Knoten. Durch feinere Trimmkorrekturen steigt der Wert weiter an, bis er 47,3 Knoten. Das ist der Höchstwert, den wir bei unserem Test mit dem Dreifach-Antrieb aus vier 400-Pferdestärken-mercury-Verado-V10-Motoren gemessen haben: ein besonders bemerkenswertes Ergebnis für ein Boot, bei dem neben der Geschwindigkeit auch der Komfort eine große Rolle spielt. Tatsächlich zeigt der Test, dass der Marcopolo MP12 selbst bei Fahrten nahe seiner Höchstgeschwindigkeit ein hohes Maß an Komfort bietet. Die Kombination aus Geschwindigkeit und Wohnlichkeit ermöglicht es, die MP12 nicht nur als sportlichen Tageskreuzer zu betrachten, sondern als Plattform, die dafür ausgelegt ist, relativ weit entfernte Ziele schnell zu erreichen.
Der ideale Ausgangspunkt, um die Raumaufteilung des Marcopolo MP12 zu erkunden, ist der Beach Club im Heck – eines der prägendsten Elemente des Designs. In diesem Bereich befindet sich eine große Sonnenliege, die sich in ein Sofa verwandeln lässt. In der Mitte steht ein Klapptisch, mit dem sich der Bereich in eine echte Essecke im Freien verwandeln lässt. In dieser Konfiguration kannst du unter dem großen T-Top ein Mittag- oder Abendessen für sechs bis acht Personen organisieren.
Die nutzbare Fläche lässt sich jedoch noch weiter vergrößern. Die beiden großen Seitenterrassen fallen bis auf Wasserebene ab und verwandeln sich so in zwei echte Meeresbalkone. Diese Lösung verstärkt den direkten Kontakt zum Wasser erheblich und macht den Heckbereich besonders geeignet für das Leben im Freien, zum Schwimmen und zum Entspannen.
Auch die Gestaltung des Innenraums folgt derselben Philosophie der Vielseitigkeit. Das zum Heck hin gelegene Sofa lässt sich mithilfe der Rückenlehnen umgestalten, wodurch der Bereich in einen Essbereich mit gegenüberliegenden Sitzplätzen verwandelt wird.
Das Projekt ermöglicht zudem die flexible Anpassung des Verhältnisses zwischen Innen und Außen. Die Heckscheibe lässt sich absenken, während die Seitentüren geschlossen werden können, um die Umgebung vor Wind und Wetter zu schützen. Diese Lösung verlängert die Nutzungssaison des Bootes: Die MP12 bietet nicht nur im Sommer dank ihrer Offenheit nach draußen, sondern auch bei weniger günstigen Wetterbedingungen ein attraktives Erlebnis. Dieses Konzept entspricht der Philosophie der Adventure Yacht: sich nicht auf einen schönen Tag auf See zu beschränken, sondern ein Umfeld zu schaffen, das sich an verschiedene Situationen anpasst.
Hinter dem Steuerstand befindet sich eine geräumige Bar mit Spüle, Kochfeld, Kühlschrank und Staufächern. Sie dient gleichzeitig als praktische Anrichte für die Außensitzgruppe und ermöglicht so eine unkomplizierte Organisation des Essbereichs, ohne die Geselligkeit an Bord zu stören.
Ein weiteres herausragendes Merkmal ist das großzügige Raumgefühl. Die Stehhöhe ist hoch , und die großen Glasflächen tragen zusätzlich zu einem hellen und offenen Ambiente bei. Das Dach lässt sich zudem verstellen, um die Luftzirkulation zu optimieren – eine praktische Lösung sowohl während der Fahrt als auch im Hafen.
Der Steuerstand zählt zu den sorgfältigsten Details des Marcopolo MP12. Schon vor der Ergonomie fällt die hohe Verarbeitungsqualität auf. Die Steuersitze zeichnen sich durch hochwertige Nähte und Materialien aus, mit einer Liebe zum Detail, die an luxuriöse Sportwagen erinnert.
Auch aus betrieblicher Sicht überzeugt die Anordnung der Bedienelemente. Das Steuerpult vereint zwei große Displays, einen Manövrier-Joystick, Gashebel und ein Steuerrad, wobei jedes Element leicht erreichbar angeordnet ist. Die große Glasfläche sorgt zudem für eine sehr weite Sicht in alle Richtungen. Diese Anordnung ist darauf ausgelegt, unnötige Bewegungen des Kapitäns zu minimieren: Alles, was man zum Steuern des Bootes braucht, ist im unmittelbar zugänglichen Bereich konzentriert.
Vom Cockpit aus gelangt man über bequeme und gut geschützte Seitendecks zum Vordeck. Hier zeigt sich die Marcopolo MP12 wieder von einer ganz anderen Seite und verwandelt den vorderen Bereich in ein echtes Wohnzimmer unter freiem Himmel. Die große Sonnenliege kann im Chaiselongue-Modus konfiguriert oder in ein Sofa verwandelt werden. An den Seiten befinden sich zusätzliche Eck-Sitzgelegenheiten, die eine echte Outdoor-Lounge schaffen. Der Bereich lässt sich zudem mithilfe von Carbonstangen und maßgefertigten Markisen beschatten. Der Bug übernimmt somit eine Funktion, die weit über die einer herkömmlichen Sonnenliege hinausgeht: Er wird zu einem zweiter Ort zum gemütlichen Beisammensein, unabhängig vom Strandclub und in der Lage, ein ganz anderes Erlebnis an Bord zu bieten.
Besonders interessant ist auch der vordere Bugbereich, der für Anker- und Festmachervorgänge vorgesehen ist. Auch hier zeigt das Design dieselbe Liebe zum Detail, die man im gesamten Rest des Bootes findet. Die Ausführung des Ankerbereichs erinnert in Design und Verarbeitungsqualität tatsächlich an Lösungen, die man normalerweise mit größeren Schiffen assoziiert. Es ist ein Detail, das den Charakter der Marcopolo MP12 prägt: eine 39-Fuß-Yacht, die versucht, mehrere typische Lösungen aus der Welt der Superyachten auf eine relativ kompakte Plattform zu übertragen.
Wenn man ins Unterdeck hinuntergeht, zeigt sich ein weiteres wichtiges Merkmal der MP12: die Wohnlichkeit. Die Eignerkabine verfügt über ein großes Bett und besticht durch besonders edle Ausstattungsdetails. Der Raum ist so gestaltet, dass er denselben Komfort bietet wie die Außenbereiche und der Wohnbereich.
Abgerundet wird die Raumaufteilung durch eine zweite Kabine mit zwei Einzelbetten, die sich unter dem Hauptdeck befindet. Trotz ihrer Lage bietet der Raum ausreichend Stehhöhe und vor allem zwei breite und bequeme Betten. In der Mitte bleibt ein ausreichend breiter Durchgang frei, während ein Nachttisch die Ausstattung vervollständigt. Für ein Boot dieser Größe ist das eine Lösung, die darauf abzielt, jeden verfügbaren Zentimeter effizient zu nutzen.
Abgerundet wird das Unterdeck durch das Badezimmer, das mit einer separaten D usch kabine ausgestattet ist. Auch hier vermittelt der Raum den Eindruck, nicht nur als einfacher Servicebereich für die Kabinen konzipiert zu sein, sondern als integraler Bestandteil eines auf Komfort ausgerichteten Konzepts. Das Ergebnis ist eine Raumaufteilung, die es ermöglicht, die MP12 auch auf mehrtägigen Törns zu genießen, ohne auf die Nutzung tagsüber beschränkt zu sein.
Die Marcopolo MP12 versucht, Eigenschaften zu vereinen, die oft separat angeboten werden. Einerseits geht es um Leistung: 1.200 Pferdestärken, schnelles Gleiten und 47,3 Knoten, die wir bei unserer Probefahrt erreicht haben. Andererseits gibt es das Konzept, das Leben auf See zu genießen – vom Beach Club über die ausklappbaren Seitenterrassen auf Wasserebene und die Bug-Lounge bis hin zu den vielseitig nutzbaren Räumen und einem überraschend gut ausgestatteten Unterdeck.
Besonderes Augenmerk legt das Projekt zudem auf die wahrgenommene Qualität, was sich sowohl im Steuerstand als auch in den Kabinen und Außenbereichen zeigt. Mit einem angegebenen Einstiegspreis von unter 500.000 Euro präsentiert die Marcopolo MP12 ein Konzept, das Leistung, Vielseitigkeit und Raffinesse in einem einzigen Konzept vereinen will. Letztendlich ist die Marcopolo MP12 eine Abenteueryacht, die das Explorer-Konzept auf eine ganz und gar zeitgemäße Art interpretiert.
Quelle | Inhalt |
|---|---|
Offizielle Website der Werft und Infos zur Marcopolo-Baureihe | |
Technische Messungen und Probefahrt durch den spezialisierten Marinejournalisten, Bootstester und Chefredakteur von „The International Yachting Media“. | |
Technische Informationen zu den Verado V10-Außenbordmotoren | |
Offizieller YouTube-Kanal von The International Yachting Media | Video von der Probefahrt und Rundgang an Bord der Marcopolo MP12 |
Bei der Probefahrt in Cannes erreichte die Marcopolo MP12 eine Höchstgeschwindigkeit von 47,3 Knoten, angetrieben von drei mercury Verado V10-Motoren mit jeweils 400 Pferdestärken.
Während des Tests meisterte der MP12 enge Kurven bei etwa 30–32 Knoten und behielt dabei eine gleichmäßige Fahrlinie bei, ohne dass er besonders zum Schleudern neigte oder mit dem Bug ausbrach.
Die in der Testversion beschriebene Raumaufteilung umfasst eine Eignerkabine, eine zweite Kabine mit zwei Einzelbetten und ein Badezimmer mit separater Duschkabine.
Der Einstiegspreis liegt unter 500.000 Euro. Der tatsächliche Preis kann natürlich je nach gewählter Ausstattung, Motorisierung und Sonderausstattungen variieren.
Editor-in-chief, boat tester and journalist. Luca began sailing at an early age with his father then as an adult discovered sailing regattas and offshore racing. He has been working in publishing for more than 30 years and continues to sail incessantly, especially aboard the editorial staff's boat, an old lady of the seas that he has completely rebuilt and which serves excellently as a "mobile laboratory" for The International Yachting Media.
Die Groupe Beneteau setzt weiterhin auf eine offensive Strategie in einem Bootsmarkt, der nach wie…
Eine halbe Million Abonnenten – das ist eine Zahl, die in der Welt der digitalen…
Vom 1. bis 6. Oktober ist Scanner Marine ein wichtiger Akteur auf der Internationalen Bootsmesse…
Honda Marine erweitert das 4XC-Design-Projekt um eine neue Reihe von Glasfaserbooten, die in Zusammenarbeit mit…
Aquila Catamarans baut seine Präsenz im Segment der Segelkatamarane mit der Markteinführung des neuen Aquila…
Die Strategie von Cantiere del Pardoblickt bereits über die aktuelle Flaute auf dem Yachtmarkt hinaus.…