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Scanner Envy 1100: Videorezension mit Honda 350 - Yachting News
Boot Tests

Scanner Envy 1100: Videorezension mit zwei Honda 350ern und einer kompletten Rundfahrt an Bord

Scanner Envy 1100 ist eines dieser Maxi-RIBs, die Eleganz, Sportlichkeit und Leistung mühelos miteinander verbinden. In diesem neuen Video-Testbericht von The International Yachting Media haben wir es in einer besonders interessanten Konfiguration auf die Probe gestellt: Angetrieben wird der Rumpf von zwei neuen 5-Liter- Honda BF350 V8 , die mit VTEC-Technologie ausgestattet sind.

Das Ergebnis ist atemberaubend. Der Scanner Envy 1100 kommt in nur wenigen Sekunden ins Gleiten, bleibt selbst bei Hochgeschwindigkeitskurven bemerkenswert stabil und erreicht 52,3 Knoten. Doch nicht nur die Geschwindigkeit beeindruckt: Bei 25 Knoten verbrauchen die beiden Honda-Motoren jeweils nur 30 Liter pro Stunde, während der Gesamtverbrauch bei 35 Knoten bei 120 Liter pro Stunde.

Im folgenden Video nehmen wir euch mit auf eine Tour, um alle Besonderheiten dieses Maxi-RIB zu entdecken – vom Dynamiktest bis zur Außenausstattung, einschließlich des Steuerstands und der kleinen, aber komplett ausgestatteten Innenkabine.

Scanner Envy 1100, die Probefahrt mit zwei Honda BF350 V8-Motoren

Unser Videotest des Scanner Envy 1100 beginnt damit, seine sportliche Seite auf die Probe zu stellen. Wir sind auf offenem Wasser unterwegs, um zu sehen, was passiert, wenn ein bewährter Rumpf auf zwei Honda BF350 V8-Außenbordmotoren trifft – zwei hervorragende Motoren mit 5 Litern Hubraum, die mit VTEC-Technologie ausgestattet sind. Das Ziel ist es, herauszufinden, wie viel diese Kombination in Sachen Beschleunigung, Geschwindigkeit, Handling und Kraftstoffverbrauch leisten kann. Und die Antwort ist, wie ihr im Video sehen könnt, wirklich beeindruckend.

Honda BF350 V8: Im Handumdrehen auf Gleitkurs

Die Seebedingungen sind ziemlich anspruchsvoll, und genau diese Bedingungen ermöglichen es uns, die Eigenschaften des Rumpfs zu testen, ohne uns darauf zu beschränken, einfach nur die Höchstgeschwindigkeit zu jagen. Wir starten mit voll durchgedrückten Gashebeln; die beiden Honda BF350 V8-Motoren reagieren sofort, und die Scanner Envy 1100 kommt mit beeindruckender Geschwindigkeit ins Gleiten. In nur wenigen Augenblicken übersteigt die Geschwindigkeit 35 Knoten, während das Boot ein ruhiges und gleichmäßiges Fahrverhalten beibehält. Das ist ein erster Beweis dafür, wie perfekt die verfügbaren 700 Gesamt-PS mit einem Rumpf harmonieren, der auf hohe Leistung ausgelegt ist.

Die interessantesten Daten erhalten wir jedoch, wenn wir die Manöver etwas intensiver gestalten. Bei etwa 30 Knoten legen wir eine enge Rechtskurve ein: Der Scanner Envy 1100 neigt sich deutlich zur Seite, hält aber ohne zu zögern seine Linie. Selbst wenn wir den Gashebel weiter aufdrehen, fährt das Boot weiterhin mit großer Präzision durch die Kurve. Das Steuergefühl vermittelt den Eindruck eines sehr stabilen und berechenbaren Rumpfes. Die zunehmende Geschwindigkeit führt in erster Linie zu einer höheren Zentrifugalkraft, ohne das Verhalten des Bootes wesentlich zu verändern. Die scharfe Kurve nach Backbord bestätigt genau denselben Eindruck: Der Adrenalinspiegel steigt, aber das Gefühl der Kontrolle bleibt hoch.

Ein Rumpf, der den Wellen ohne zu zögern die Stirn bietet

Sobald das Scanner Envy 1100 wieder auf geradem Kurs ist, kreuzt es erneut seinen eigenen Kielwasser. Hier zeigt sich ein weiteres wichtiges Merkmal dieses Maxi-RIB: Das tiefe V des Rumpfes schafft es, das Wasser zu durchschneiden und Wellen zu überwinden, ohne dass dabei harte Stöße an Bord spürbar sind. Das Ergebnis ist ein Fahrgefühl, das auch bei höherem Tempo angenehm bleibt. Bei einem Boot, das mehr als 50 Knoten erreichen kann, kommt diesem Aspekt besondere Bedeutung zu. Die Höchstgeschwindigkeit ist nämlich nur ein Teil des Erlebnisses: Genauso wichtig ist es, sie zu erreichen und dabei ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zu bewahren.

Scanner Envy 1100: Kraftstoffverbrauch und Leistung mit den Honda 350 V8-Motoren

Nachdem wir das Fahrverhalten des Rumpfes getestet haben, ist es Zeit, uns den Zahlen zu widmen. Bei 25 Knoten und einer Motordrehzahl von 3.100 U/min liegt der gemessene Kraftstoffverbrauch bei nur 30 Litern pro Stunde und Motor. Der Gesamtkraftstoffverbrauch für die beiden Honda BF350 V8-Motoren liegt somit bei etwa 60 Litern pro Stunde. Das ist ein besonders beeindruckender Wert für ein Maxi-RIB dieser Größe mit einer Gesamtleistung von 700 Pferdestärken.

Bei einer Geschwindigkeit von 30 Knoten erreichen die Motoren 4.000 U/min, während der Kraftstoffverbrauch auf 44 Liter/Stunde pro Motor steigt, was insgesamt 88 Litern/Stunde entspricht. Bei 35 Knoten und einer Motordrehzahl von 4.500 U/min liegt der Kraftstoffverbrauch bei 60 Litern pro Stunde und Motor, also insgesamt 120 Liter pro Stunde. Diese Zahlen zeigen, dass das Boot auch bei stark steigender Geschwindigkeit ein beeindruckendes Gleichgewicht zwischen Leistung und Kraftstoffeffizienz aufrechterhalten kann.

Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wie schnell der Scanner Envy 1100 mit den beiden Honda BF350 V8-Motoren fahren kann. Wir geben wieder Vollgas: 45 Knoten, 50 und schließlich 52,3 Knoten. Das ist die höchste Geschwindigkeit, die wir während des Tests gemessen haben. Ein Ergebnis, das den Scanner Envy 1100 eindeutig in die Klasse der leistungsstarken Maxi-RIBs einordnet, aber vor allem zeigt, wie viel die Kombination aus Rumpf und Honda-Antrieb in dieser Konfiguration leisten konnte.

Honda BF350 V8: der Beschleunigungstest

Unser üblicher Beschleunigungstest durfte natürlich nicht fehlen. Aus dem Stillstand heraus, mit voll durchgedrückten Gashebeln, erreicht der Scanner Envy 1100 schnell 10 Knoten, dann 20 und 30. In nur zehn Sekunden erreicht er 40 Knoten. Der Anstieg erfolgt extrem schnell und bestätigt einmal mehr die beträchtliche Leistungsreserve der beiden Honda BF350-Motoren.

Wie sich der Scanner Envy 1100 so macht

Nach der dynamischen Probefahrt kehren wir in den Hafen zurück, um die Raumaufteilung an Bord aus nächster Nähe zu begutachten. Der Rundgang beginnt am Bug, wo der Scanner Envy 1100 über eine große Sonnenliege verfügt, die für absolute Entspannung auf See konzipiert ist und zudem eine bemerkenswerte Vielseitigkeit verbirgt. Die Sonnenliege lässt sich in ein großes U-förmiges Sofa verwandeln und schafft so einen echten Lounge-Bereich im Freien. In der Sonnenliege-Konfiguration bietet es Platz für bis zu drei Personen, während die Umwandlung in ein Sofa diesen Bereich während der Ankerpausen noch nutzbarer macht.

Der Heckbereich ist eines der interessantesten Elemente des Scanner Envy 1100. Hier finden wir eine große Badeplattform in Schwalbenschwanzform – eine Lösung, die das Ein- und Aussteigen aus dem Wasser erheblich erleichtert. Dieser Bereich ist nicht nur als technische Plattform konzipiert, sondern trägt auch dazu bei, dass sich dieses Maxi-RIB besonders gut für Tage vor Anker eignet.

Im Heckbereich befinden sich auch die beiden Stars der Probefahrt, die Honda BF350 V8-Motoren. Eine praktische Stufe ermöglicht den bequemen Zugang von der Badeplattform zur großen Heck-Sonnenliege, die Platz für bis zu vier Personen bietet . Durch Entfernen des mittleren Polsters entsteht zudem ein Durchgang, der direkt zur Hecksitzbank führt.

Die hintere Sitzbank ist eines der Merkmale, die den geselligen Charakter des Scanner Envy 1100 am besten verdeutlichen. Die Polsterung ist sehr detailreich, und Passform sowie Nähte erinnern eher an das Qualitätsniveau einer Yacht als an das eines einfachen inflatablen Boots. Es gibt genug Platz, um bis zu sechs Personen bequem unterzubringen. Für diesen Bereich gibt es eine praktische Wet-Bar. Die Aufteilung kann vom Eigner individuell angepasst werden und ein Spülbecken, ein Kochfeld sowie einen großen Kühlschrank umfassen – eine Lösung, die die Nutzbarkeit des Maxi-RIB erheblich erweitert und den Heckbereich in einen echten Treffpunkt verwandelt.

Der Steuerstand

Der Steuerstand der Scanner Envy 1100 wurde mit besonderem Augenmerk auf Ergonomie gestaltet. Der Abstand zwischen Sitz und Steuerrad bietet ausreichend Platz für bequeme Bewegungsfreiheit, während alle wichtigen Bedienelemente griffgünstig angeordnet sind. Dem Kapitän stehen das Steuerrad, die Gashebel, der Joystick, der Honda-Bordcomputer und ein großes Display für die Kartenanzeige zur Verfügung.

Die Konsole verfügt außerdem über zahlreiche weitere Bedienelemente zur Steuerung verschiedener Funktionen an Bord. Das Ergebnis ist ein übersichtlicher, funktionaler Steuerstand, der dafür ausgelegt ist, das Boot bei jeder Geschwindigkeit unter Kontrolle zu halten.

Die Kabine: ein Maxi-RIB für das Wochenende

Unter Deck hält der Scanner Envy 1100 eine Überraschung bereit. Scanner Marine bezeichnet diesen Bereich als Umkleideraum, doch aufgrund seiner Ausstattung und Annehmlichkeiten kann man ihn als vollwertige kleine Kabine betrachten. Am Bug befindet sich eine serienmäßige V-Koje mit genügend Platz, damit zwei Personen die Nacht an Bord verbringen können. Die Stehhöhe reicht aus, um sich relativ frei zu bewegen, und trägt dazu bei, dass sich der Raum wohnlicher anfühlt, als es die Außenmaße des Maxi RIB vermuten lassen.

Auf der Backbordseite befindet sich ein Waschbecken, während die Toilette unter einem Sitz versteckt ist und bei Nichtgebrauch nicht sichtbar ist. Es handelt sich zwar nicht um eine Kabine, die für lange Törns ausgelegt ist, aber sie bietet alles, was nötig ist, um den Scanner Envy 1100 in ein echtes Familienboot für kurze Ausflüge und Wochenenden auf dem Wasser zu verwandeln.

Fazit

Die Stärke des Scanner Envy 1100 liegt darin, zwei scheinbar sehr unterschiedliche Charakterzüge zu vereinen. Einerseits ist es ein sportliches Maxi-RIB, das Geschwindigkeiten von über 50 Knoten erreicht und auch bei Hochgeschwindigkeitskurven ein sicheres Fahrgefühl vermittelt. Andererseits ist es ein Boot, das dafür gemacht ist, das Meer zu genießen – mit großen Sonnenpolstern, einem geräumigen Heckbereich, einem Sofa für sechs Personen, einer Wet-Bar und einer Innenkabine mit Koje, Waschbecken und Toilette.

Die beiden Honda BF350 V8-Motoren verleihen diesem Modell eine ordentliche Portion Leistung und sorgen für schnelle Beschleunigung sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 52,3 Knoten. Doch vor allem das Fahrverhalten des Rumpfes überzeugt beim Test: Selbst bei steigender Geschwindigkeit bleibt die Scanner Envy 1100 präzise, stabil und berechenbar.

Wichtigste technische Daten

Funktion

Scanner Envy 1100

Gesamtlänge

11,00 m

Träger

3,60 m

CE-Kategorie

B

Passagierkapazität

18

Maximale Leistung

750 HP

Testmotoren

2 × Honda BF350 V8

Hubraum pro Motor

5,0 Liter

Technologie

VTEC

Gemessene Höchstgeschwindigkeit

52,3 Knoten

Kraftstoffverbrauch bei 25 Knoten

30 l/h pro Motor

Kraftstoffverbrauch bei 30 Knoten

44 l/h pro Motor

Kraftstoffverbrauch bei 35 Knoten

60 l/h pro Motor

Quellen und Referenzen

Quelle

Beschreibung und bereitgestellte Inhalte

Scanner Marine

Offizielle Website der Werft, von der die technischen Daten und Spezifikationen für den Scanner Envy 1100 stammen.

The International Yachting Media – YouTube

Video von der Probefahrt mit dem Scanner Envy 1100, mit Leistungsmessungen, Kraftstoffverbrauch, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit, veröffentlicht auf dem offiziellen YouTube-Kanal von The International Yachting Media.

Luca D’Ambrosio

Erstellung von Testberichten, Bootsanalysen und technische Messungen an Bord durch den Schifffahrtsjournalisten.

Scanner Envy 1100 – Häufig gestellte Fragen

Bei der Auswertung des Videos von der Probefahrt mit zwei Honda BF350 V8-Motoren wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 52,3 Knoten gemessen.

Das im Test vorgestellte Modell ist mit zwei 5-Liter-Honda-BF350-V8-Motoren mit VTEC-Technologie ausgestattet, die zusammen 700 HP leisten.

Beim Test bei 25 Knoten und 3.100 U/min verzeichnete jeder Honda BF350 einen Kraftstoffverbrauch von 30 Litern pro Stunde. Bei 30 Knoten stieg dieser Wert auf 44 Liter pro Stunde und Motor, während er bei 35 Knoten 60 Liter pro Stunde und Motor erreichte.

Das Modell ist für 18 Personen zugelassen. Die Deckaufteilung bietet außerdem mehrere spezielle Entspannungsbereiche, darunter Sonnenliegen, Sofas und einen Lounge-Bereich im Heck.

Luca D'Ambrosio

Editor-in-chief, boat tester and journalist. Luca began sailing at an early age with his father then as an adult discovered sailing regattas and offshore racing. He has been working in publishing for more than 30 years and continues to sail incessantly, especially aboard the editorial staff's boat, an old lady of the seas that he has completely rebuilt and which serves excellently as a "mobile laboratory" for The International Yachting Media.

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