Laborboot, Tests an Bord

Der „Quick Olympic“-Anker-Test: Video des Versuchs mit Unterwasseraufnahmen

QUICK NAUTISCHE AUSRÜSTUNG OLYMPISCHER ANKER-TEST

Jeder, der das Leben auf See konsequent und mit Leidenschaft lebt, weiß nur zu gut, dass das Ankern einer der heikelsten und entscheidendsten Momente jeder Reise ist. Die richtige Bucht auswählen, den Meeresboden einschätzen, die richtige Ankerleine anhand der Wettervorhersage berechnen – all das sind Handgriffe, die ein kompetenter Skipper mit größter Sorgfalt ausführt.

All diese Vorbereitungen laufen jedoch Gefahr, vergeblich zu sein, wenn am Ende der Kette kein Instrument vorhanden ist, das absolute Haltekraft garantieren kann. Genau um diesem grundlegenden Sicherheitsbedürfnis gerecht zu werden, nehme ich euch heute an Bord unseres Redaktionsboots „Daydreamer“ mit, um die Ergebnisse unseres strengen Tests des Quick Olympic-Ankers zu analysieren.

Heute wollen wir kein Boot oder die Eigenschaften seines Rumpfs testen. Das Ziel des heutigen Tages ist es, uns intensiv damit zu beschäftigen und herauszufinden, wie sich der Olympic-Anker von Quick Nautical Equipment tatsächlich im Praxistest bewährt.

Wenn es um die Bordausstattung geht, geben wir bei The International Yachting Media uns nie mit technischen Datenblättern oder Marketingversprechen zufrieden. Wir wollen es aus erster Hand erleben – oder besser gesagt: Wir wollen mit aller Kraft „ziehen“, um zu sehen, wo die Grenze liegt.

In diesem konkreten Fall haben wir einen 27 Kilogramm schweren Ultra-Anker, den wir schon seit einigen Jahren an Bord hatten, aus dem Boot genommen und einen 26 Kilogramm schweren Olympic-Anker geladen. Zu diesem Austausch haben wir in unserem Testzentrum in der Marina Porto Antico auch ein nützliches Tutorial gedreht, das ihr HIER anschauen könnt.

Die psychologische und praktische Bedeutung eines sicheren Ankers

Bevor wir uns mit den technischen Details unseres Tests des Quick Olympic-Ankers beschäftigen, ist eine kurze Einführung angebracht. Das Schlafen vor Anker ist eines der faszinierendsten Erlebnisse, die das Segeln zu bieten hat. Die Stille, die nur vom Wellengang unterbrochen wird, der sternenklare Himmel fernab von Lichtverschmutzung, das Aufwachen inmitten der Farben der Morgendämmerung. Diese Magie kann sich jedoch schnell in einen Albtraum verwandeln, wenn du kein volles Vertrauen in dein Ankerzeug hast.

Ankerangst ist ein unter Seglern wohlbekanntes Syndrom: Man wacht mitten in der Nacht bei der geringsten Veränderung der Windstärke auf, überprüft zwanghaft Ankeralarm-Apps und geht ins Cockpit, um in die Dunkelheit nach Orientierungspunkten an Land zu spähen und zu sehen, ob das Boot abdriftet.

Ein hochwertiger Anker ist nicht nur ein Stück Metall auf dem Meeresgrund, sondern dein bestes natürliches Beruhigungsmittel. Ein leistungsstarker Anker ist gleichbedeutend mit einem ruhigen Schlaf und Seelenfrieden für die gesamte Crew. Mit dieser entscheidenden Einstellung haben wir dieses innovative Modell der berühmten italienischen multinationalen Quick Group, die auf hochwertige Schiffsausrüstung spezialisiert ist, auf Herz und Nieren geprüft.

Der Quick Olympia-Anker-Test: Wetterbedingungen während des Tests

Um diesen Test des Quick Olympic-Ankers wirklich zuverlässig zu gestalten, haben wir uns nach mehr als einem Monat, in dem wir jede Nacht vor Anker verbracht haben, entschieden, uns nicht auf einen einfachen Test bei Tag unter idealen Bedingungen zu beschränken. Stattdessen haben wir eine Nacht ausgewählt, in der wir die typischen Wetterumschwünge im Mittelmeerraum nutzen konnten.

Gestern wehte ein mäßiger Mistral konstant mit 15 bis 20 Knoten, während über Nacht ein Wechsel zum Sirocco erwartet wurde. Das sind klassische Bedingungen, die eine solide Ankerausrüstung erfordern, um nächtliche Überraschungen zu vermeiden – kurz gesagt: das ideale Szenario für unseren Test.

Kurz vor Sonnenaufgang drehte der Wind – wie es bei Meeresbrisen oder vorüberziehenden kleinen Störungen oft der Fall ist – entscheidend auf Südosten. Wir hatten schon seit Tagen auf diese Gelegenheit gewartet, und sobald ich aufwachte, konnte ich es kaum erwarten, ins Wasser zu tauchen, um zu sehen, wie sich unser Anker auf dem Meeresboden verhalten hatte, denn Winddreher sind der Feind Nummer eins für die Haltekraft eines Ankers. Wenn sich der Bug des Bootes dreht und die Kette aus einer völlig anderen Richtung zieht, besteht bei herkömmlichen Ankern oft die Gefahr, dass sie sich vom sandigen Grund lösen und Schwierigkeiten haben, sich wieder zu verankern, wodurch das Risiko besteht, dass sie über den Meeresboden schleifen.

Ausgestattet mit Maske, Schnorchel und Unterwasserkamera tauchte ich hinab, um die Situation zu dokumentieren. Wie ihr im Video deutlich sehen könnt, lag unser „Olympic“-Anker trotz der Winddreher in der Nacht immer noch genau dort in 7 Metern Tiefe, perfekt im Sand verankert. Der Rest der etwa 25 Meter langen Kette bildete unterdessen einen Halbkreis, der die Winddrehung unbestreitbar bestätigte.

Der „Olympic Anchor Test“: Simulation einer plötzlichen Winddrehung um 180 Grad

Da wir mit den organischen Testergebnissen immer noch nicht zufrieden waren, beschlossen wir, den Test des Quick Olympic-Ankers auf die nächste Stufe zu heben. Unter Ausnutzung der natürlichen Position, die die Kette unter Wasser eingenommen hatte, führten wir eine kritische Simulation durch, um zu sehen, was passiert, wenn der Wind plötzlich und heftig um 180 Grad dreht.

Wer sich mit Bootfahren auskennt, weiß, dass dies einstimmig als einer der härtesten und gefürchtetsten Tests für jeden Anker gilt. Ich tauchte wieder ins Wasser, um sowohl den Anker als auch den Meeresboden gut sehen zu können, während die Crew an Bord den Motor in den Rückwärtsgang schaltete, um das System aus der entgegengesetzten Richtung unter Spannung zu setzen.

Die Ergebnisse, die in unseren Unterwasseraufnahmen deutlich zu sehen sind, waren beeindruckend.

Unser Quick Olympic-Anker hat sich vorbildlich bewährt: Obwohl er einer Belastung ausgesetzt war, die eine drastische 180-Grad-Winddrehung simulierte, hat er sich sofort wieder gesetzt. Das heißt, er hat es geschafft, sich neu zu positionieren und wieder in den Sand einzudringen – praktisch innerhalb seines eigenen Wenderadius –, ohne zu zögern oder über den Grund zu rutschen. Diese Reaktionsfähigkeit ist entscheidend in überfüllten Buchten oder engen Stellen, wo ein Schleifen über einige Dutzend Meter vor dem Zurücksetzen bedeuten könnte, dass man gegen Felsen oder ein anderes Boot stößt.

Extreme Traktion: Vollgas im Rückwärtsgang

Unser Test war jedoch noch nicht vorbei. Wir wollten das Produkt bis an seine absoluten Grenzen bringen. Ich tauchte wieder ab, und auf mein Kommando hin (ein kontinuierliches Ausstoßen von Luftblasen aus der zweiten Stufe meines Atemreglers) wurde vom Steuerstand der „Daydreamer“ aus die volle Rückwärtsleistung zugeschaltet – bei rund 3.800 U/min. Unser Redaktionsboot wird von einem robusten 87-PS-Turbodiesel-Motor von Lombardini angetrieben, der bei voll durchgedrücktem Gashebel einen beeindruckenden Schub erzeugt.

Was ist da unten passiert? Die Bilder von diesem letzten Test sprechen für sich. Obwohl wir mit der maximalen Leistung unseres Motors gezogen haben, war die einzige Reaktion unseres Olympia-Ankers, sich immer tiefer einzugraben, bis er praktisch unter der sandigen Oberfläche verschwand. Dank seiner Geometrie hat er sich in weniger als einem Meter Wegstrecke eingegraben und vergraben.

Von diesem Moment an war er nicht mehr zu rühren. Ein felsenfester Halt, der den Anker zu einem unbeweglichen Fixpunkt auf dem Meeresboden machte.

Die Technik hinter der Leistung

Woher kommt diese Leistung?

Hinter den Ergebnissen unseres „Quick Olympic Anchor Test“ steckt sorgfältige Ingenieursarbeit. Als Material kommt Edelstahl der Güteklasse AISI 316 zum Einsatz – eine Legierung, die außergewöhnliche mechanische Festigkeit gegenüber Zug- und Torsionskräften sowie eine unübertroffene Beständigkeit gegenüber der Meeresumgebung garantiert.

Gewichtsverteilung, Schaftdesign und Flukenwinkel wurden alle so abgestimmt, dass der Anker beim Aufsetzen auf den Meeresboden in der richtigen Ausrichtung landet und sich schon beim ersten Anzeichen von Zugkraft schnell festsetzt.

Quick Nautical Equipment bietet die Olympic-Reihe in 12 verschiedenen Modellen an, angefangen bei 7 kg (15 lb) – ideal für kleinere Boote – bis hin zu 140 kg (309 lb) schweren „Monstern“, die für Superyachten mit großem Tonnage ausgelegt sind. Als Zeichen des uneingeschränkten Vertrauens in dieses Produkt gewährt Quick bei Registrierung des Produkts eine lebenslange Garantie auf Olympic-Anker.

Der Olympic Flip Swivel für den Quick Olympic Anchor

Der Olympic Flip Swivel ist ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Verankerungssystems. Er besteht ebenfalls aus hochglanzpoliertem AISI 630-Edelstahl und ist so konstruiert, dass er unter hoher Belastung außergewöhnliche mechanische Festigkeit bietet und einen hervorragenden Schutz vor Meereskorrosion gewährleistet.

Die eigentliche Innovation dieser Komponente liegt in ihrem patentierten Selbstdrehsystem, das es dem Anker ermöglicht, sich unmittelbar nach einer Winddrehung zu setzen. Eine weitere wichtige Funktion des Olympic-Drehgelenks besteht darin, dass sich der Anker beim Einholen automatisch neu ausrichtet, um korrekt auf der Bugrolle zu sitzen, wodurch das Risiko von Stößen oder Kratzern am Bug vermieden wird.

Außerdem verhindert das Gelenk des Olympic-Drehgelenks, dass sich die Kette verdreht, was für einen reibungslosen Lauf und eine ordentliche Aufbewahrung im Kettenkasten sorgt.

Fazit: Einen Monat vor Anker – ohne zu zögern

Durch die objektive Analyse der Daten und Aufnahmen ist es Quick gelungen, einen Anker zu entwickeln, der hinsichtlich absoluter Haltekraft und schneller Aushärtung ganz oben auf dem aktuellen Markt rangiert.

Abgesehen von diesen spezifischen Tests und den eintägigen Stresstests gibt es noch einen weitaus überzeugenderen Beweis, den ich unseren Lesern vorstellen möchte.

Wir haben uns nicht auf einen zweistündigen Test beschränkt. Wir sind nun schon seit über einem Monat mit unserem Redaktionsboot, der „Daydreamer“, unterwegs. Während dieser langen Zeit haben wir ausschließlich vor Anker geschlafen – mit dem Olympic-Anker – und dabei alle Arten und Stärken von Windbedingungen erlebt. Während dieser gesamten Zeit auf See hat sich der Anker keinen einzigen Millimeter bewegt.

Unser Fazit zum Test dieses Quick Olympic-Ankers ist eindeutig: Wenn du auf der Suche nach einem Anker bist, der dir und deiner Familie ruhige Nächte und sichere Liegeplätze garantiert, ist der Quick Olympic zweifellos die beste Wahl, die du treffen kannst.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum „Olympic Anchor“ von Quick Nautical Equipment

Bei unseren Tests haben wir eine drastische Winddrehung um 180 Grad simuliert, indem wir den Rückwärtsgang in die entgegengesetzte Richtung seiner ursprünglichen Position auf dem Meeresboden eingelegt haben. Der Olympic-Anker zeigte eine hervorragende Rückstellfähigkeit: Er grub sich sofort innerhalb seiner eigenen Aufstandsfläche ein, ohne zu schleifen oder nachzugeben. Das macht ihn bei thermischen Winddrehern oder plötzlichen Sturmböen extrem sicher.

Um die Haltekraft zu testen, haben wir einen extremen Zugkrafttest durchgeführt, bei dem wir den 87-Pferdestärken-Lombardini-Motor unseres „Daydreamers“ im Rückwärtsgang auf Vollgas gebracht haben. Der Olympic-Anker grub sich daraufhin immer tiefer in den Sand ein, bis er vollständig verschwand. Von diesem Moment an war er nicht mehr zu bewegen. Fazit: Er garantiert eine Haltekraft, die deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt.

Der Anker besteht vollständig aus Edelstahl AISI 316, was maximale Festigkeit und langfristige Beständigkeit gegen Salzwasserkorrosion gewährleistet.

Der Olympic-Anker ist extrem vielseitig. Quick S.p.A. bietet ein Sortiment mit 12 verschiedenen Modellen an, die von 7 kg (ca. 15 lb) für kleinere Boote bis hin zu 140 kg (ca. 309 lb) für Superyachten reichen.

Quelle
Beschreibung und bereitgestellte Inhalte
Quick Nautical Equipment, Website des Herstellers
Offizielle technische Daten zum Olympic-Anker: Gewichte, lebenslange Garantie und verfügbare Modelle (von 7 kg bis 140 kg), entnommen aus den technischen Datenblättern des Herstellers.
Der YouTube-Kanal von The International Yachting Media
Testvideo mit Echtzeit-Aufnahmen von Ereignissen.
Luca D’Ambrosio
Aussagen, Messungen und empirische Überprüfungen, die von dem auf den Wassersport spezialisierten Journalisten und Tester durchgeführt wurden.
The International Yachting Media
Fotomaterial und Unterwasseraufnahmen zum Artikel.

Technische Daten: Olympic Anchor

  • Material: Edelstahl AISI 316
  • Handwerkliche Qualität: Geformtes und geschweißtes Blech mit durchdachtem Design
  • Verfügbare Gewichte: 7 kg, 10 kg, 16 kg, 20 kg, 26 kg, 34 kg, 45 kg, 60 kg, 80 kg, 100 kg, 120 kg, 140 kg
  • Garantie: Lebenslange Garantie (nach Produktregistrierung)
  • Optionales Zubehör: Olympic-Flip-Drehgelenke (OS-Modelle), passende Bug- und Heckrollen
Luca D'Ambrosio

Editor-in-chief, boat tester and journalist. Luca began sailing at an early age with his father then as an adult discovered sailing regattas and offshore racing. He has been working in publishing for more than 30 years and continues to sail incessantly, especially aboard the editorial staff's boat, an old lady of the seas that he has completely rebuilt and which serves excellently as a "mobile laboratory" for The International Yachting Media.

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