Honda EU22i: Der perfekte tragbare Generator im Test

Honda EU22i: Wir haben uns einen revolutionären tragbaren Generator besorgt und getestet

Liebe Leser, willkommen an einem Ort, der ohne Weiteres als perfekter Ankerplatz durchgehen könnte. Weit weg von überfüllten Yachthäfen und dem lästigen Lärm der Nachbarn genießen wir die Schönheit des unberührten Meeres.

Aber leider sind wir inmitten all dieser Schönheit auch weit entfernt von Landstromanschlüssen.

Hast du dich schon mal gefragt, ob es möglich ist, deinen Espresso zu genießen, heißes Wasser zum Duschen zu haben und die Hausbatterien zu 100 % aufgeladen zu haben, ohne den Hauptmotor anzuschalten oder einen komplexen, sündhaft teuren Einbaugenerator einbauen zu müssen?

Wir waren überzeugt, dass das nicht möglich ist. Genau deshalb stellen wir heute einen tragbaren Generator auf die Probe, der weltweit als legendär gilt: den Honda EU22i. Wir sind wirklich gespannt, ob er den Strombedarf eines ganzen Bootes decken kann.

Honda EU22i: Die clevere Alternative zu einem Einbau-Generator

Die erste Frage liegt auf der Hand: Warum nicht einfach einen fest eingebauten Bootsgenerator installieren? Seien wir mal ehrlich – ein fest eingebauter Generator ist der Traum jedes Bootsbesitzers, wird aber oft zum finanziellen Albtraum. Er kostet ein Vermögen, macht das Boot um Hunderte von Kilogramm schwerer und erfordert ständige Wartung – Laufräder, Filter und Ölwechsel. Noch schlimmer: Man ist gezwungen, neue Löcher in den Rumpf zu bohren, um Seewasser einzusaugen und Abgase abzuführen.

Dieser Honda-Generator hingegen kostet nur einen Bruchteil des Preises, erfordert keine Bohrlöcher im Boot und ist so gut wie wartungsfrei. Und am Ende der Saison? Dann nimmst du ihn einfach am Griff und trägst ihn nach Hause – dank seines Trockengewichts von nur 21 kg.

Inverter-Technologie und variable Drehzahl: Ein leises, sparsames Arbeitstier

Unter dem robusten roten Gehäuse der EU22i schlägt ein 121-ccm-Viertaktmotor vom Typ Honda GXR 120, der als absolutes Arbeitstier bekannt ist – buchstäblich unaufhaltsam.

Das Geniale daran ist aber die Technologie: Es handelt sich um einen Inverter-Generator mit variabler Drehzahl. Dank der„Eco Throttle“-Funktion passt der Motor seine Drehzahl automatisch an die jeweils tatsächlich benötigte Leistungsaufnahme an, was erhebliche Kraftstoffeinsparungen gewährleistet und die Geräuschemissionen auf ein Minimum reduziert. Mit einem Kraftstofftank von nur 3,6 Litern kann seine Laufzeit tatsächlich mehr als 8 Stunden Dauerbetrieb betragen.

Die Steuereinheit des Honda EU22i liefert eine reine Sinuswelle. Dieses technische Detail ist für uns Bootsfahrer entscheidend: Es bedeutet, dass der erzeugte Strom für den Betrieb empfindlicher Elektronik absolut sicher ist.

Auf dem Bedienfeld findest du zwei 230-V-Schuko-Steckdosen, die 1.800 Watt Dauerleistung und bis zu 2,2 Kilowatt Spitzenleistung liefern können, sowie einen 12-V-/ 8,3-Ampere-Gleichstromausgang – extrem praktisch, um eine Notfallbatterie oder das Powerpack eines elektrischen Beiboot-Außenbordmotors schnell direkt aufzuladen.

Test des tragbaren Honda EU22i-Generators auf einem Boot

Honda EU22i: Probefahrt an Bord der „Daydreamer“

Genug geredet – wir sind auf dem Boot und wollen sehen, was es tatsächlich antreiben kann. Wir haben Öl eingefüllt (ein super einfacher Vorgang), den Kraftstofftank aufgefüllt, und dank Hondas Technologie erforderte der Seilzugstart nur minimalen Kraftaufwand – der Motor sprang schon beim allerersten Zug an.

Wenn die Eco-Throttle-Funktion aktiviert ist, schnurrt der Generator im Leerlauf und ist bemerkenswert leise: In einem Abstand von 50 Zentimetern werden nur 67 Dezibel gemessen. Im Cockpit der „Daydreamer“, unserem Testboot, ist das Geräusch des am Bug laufenden Generators kaum noch zu hören: Hier haben wir maximal zwischen 58 und 60 dB gemessen. Gar nicht schlecht.

An dieser Stelle haben wir den Honda über einen Adapter vom Schuko-Stecker auf einen standardmäßigen 16-Ampere-Marine-Stecker an die Landstrombuchse des Bootes angeschlossen. Wir begannen mit der Grundlast: dem Batterieladegerät des Bootes (ca. 700 W). Der Generator erkannte den Bedarf, drehte leicht hoch und lieferte die nötige Leistung, um die Batteriebank aufzuladen.

Der Daydreamer verfügt über 4 Bordbatterien mit je 120 Ah und nutzt ein Quick SBC 700 NRG+ Ladegerät (12 V, max. 60 Ah), um sie aufzuladen. In unserem Setup war das Ladeprofil in die anfängliche Boost-Phase übergegangen und lud, vom Generator gespeist, ohne Probleme mit 57 Ah, wobei der externe Geräuschpegel auf ruhige 74–75 Dezibel begrenzt blieb.

Da diese Last den Generator kaum beanspruchte, haben wir beschlossen, ihn richtig auf Touren zu bringen, indem wir das Ladegerät zusammen mit folgenden Geräten eingeschaltet haben:

  • Der Quick-Durchlauferhitzer (1.200 W)
  • Die Starlink-Antenne (50 W)
  • Mein Mac-Netzteil (85 W)
  • Das Ladegerät für den Elektromotor des Tenders, ein E-Propulsion E-Lite (120 W)

Damit lag unsere Gesamtlast bei satten 2.155 Watt– und stieß damit direkt an die Spitzenleistungsgrenze von 2.200 W unseres Honda EU22i. Die Motordrehzahl kletterte bis zum Maximum, aber der tragbare Generator lief weiter, als wäre nichts gewesen. Unter dieser extremen Belastung haben wir in ein paar Metern Entfernung insgesamt 79 Dezibel gemessen und unter 90 dB, als wir das Schallmessgerät bis auf 50 Zentimeter an das Gerät herangeführt haben. Das ist ein außergewöhnlich moderater Geräuschpegel, um vor Anker so viel Komfort genießen zu können. Es ist erwähnenswert, dass man in der Praxis den Warmwasserbereiter und das Batterieladegerät ohnehin selten genau gleichzeitig laufen lassen würde – das wäre einfach unsinnig.

Vollasttest

Sicherheit auf dem Wasser: Die goldene Regel

Bevor wir zum Schluss kommen, wollen wir noch den wichtigsten Punkt des gesamten Tests ansprechen: die Sicherheit. Benutze niemals – und ich meine wirklich niemals – einen tragbaren Generator im Inneren des Bootes, in einem Staufach oder im Maschinenraum. Verbrennungsmotoren produzieren Kohlenmonoxid, ein geruchloses und tödliches Gas.

Der Generator darf immer und ausschließlich im Freien betrieben werden, wobei darauf zu achten ist, dass er weit entfernt von Luken und Bullaugen steht, die während des Betriebs am besten geschlossen bleiben.

Sicherheit geht immer vor.

Schlussfolgerungen

Wenn du nach einer Alternative zu herkömmlichen Einbaugeneratoren suchst, um deine Akkus aufzuladen und moderne Annehmlichkeiten zu genießen, während du vor Anker liegst – ohne dir Gedanken über zusätzlichen Wartungsaufwand machen zu müssen oder die Kosten und den Aufwand einer Einbauinstallation auf dich nehmen zu müssen –, dann ist der tragbare Generator Honda EU22i zweifellos die bestmögliche Lösung.

Zuverlässig, leise und praktisch wartungsfrei – das ist der beste Weg, um einen stressfreien Urlaub zu genießen.

Technische Daten Honda EU22i

FunktionTechnische Daten
Motor
Honda GXR120 4-Takt, 121 cm³
Elektrotechnik
Wechselrichter (reine Sinuswelle)
Leistung
2,2 kW Spitzenleistung / 1.800 W Dauerleistung
Verfügbare Verkaufsstellen
2x 230-V-Schuko-Steckdosen + 1x 12-V-/8,3-A-Gleichstromausgang
Kraftstofftankinhalt3,6 Liter
Laufzeit
Über 8 Stunden (dank des Systems mit variabler Drehzahl)
Gewicht (trocken)ca. 21 kg

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Honda EU22i-Generator

Der Verkaufspreis variiert leicht je nach Händler und Land, in dem du das Gerät kaufst. Bei unserer Online-Recherche haben wir Preise zwischen mindestens 1.229,61 € (GMV Agricenter) und bis zu 1.599 € gefunden. Wir empfehlen dir, online verschiedene Angebote zu vergleichen, um das beste Schnäppchen inklusive Versand zu finden.

Einer der größten Vorteile dieses tragbaren Generators gegenüber einem Einbaumodell ist seine Tragbarkeit. Er wiegt sehr wenig – etwa 21 kg Leergewicht. Am Ende der Saison kannst du ihn einfach am integrierten Griff hochheben und mühelos nach Hause tragen.

Er verbraucht sehr wenig. Dank der Inverter-Technologie mit variabler Drehzahl erkennt der Motor, wie viel Leistung du an Bord abrufst, und passt seine Drehzahl entsprechend an. Bei einem Tankvolumen von nur 3,6 Litern kann die Laufzeit über 8 Stunden betragen. Natürlich steigt der Kraftstoffverbrauch – und zwar deutlich –, wenn du ihn mit voller Leistung laufen lässt.

Während ein Einbau-Generator für Boote ständige Aufmerksamkeit erfordert (Laufräder, Seewassersiebe, Filter und Öl), ist dieses tragbare Gerät praktisch wartungsfrei. Selbst einfache Aufgaben wie das Einfüllen des für die Erstinbetriebnahme benötigten halben Liters Öl oder das Nachfüllen sind kinderleicht. Die routinemäßige Wartung dieses tragbaren Generators ist alle 100 Stunden fällig und umfasst: das Reinigen des Luftfilters, das Reinigen oder Austauschen der Zündkerze sowie den Ölwechsel. All diese Aufgaben kannst du ganz einfach selbst erledigen, ohne einen Mechaniker hinzuziehen zu müssen.

Das geht ganz schnell. Du brauchst nur einen einfachen Adapter (einen Konverter), der den Schuko-Stecker in einen standardmäßigen 16-Ampere-Landanschlussstecker für Boote umwandelt. Wenn du diesen Stecker direkt in die Landanschlussbuchse deines Bootes steckst, wird der Strom direkt an deine Innenverteilerschalttafel weitergeleitet.

Der Honda EU22i bietet erstklassige elektrische Leistung für die Stromversorgung an Bord. Er liefert 1.800 Watt Dauerleistung und erreicht eine Spitzenleistung von 2,2 Kilowatt, um die anfänglichen Stromspitzen beim Starten von Geräten abzufangen. Der Strom wird über zwei 230-V-Schuko-Steckdosen sowie eine praktische 12-V-/8,3-A-Gleichstromsteckdose ausgegeben – perfekt zum Laden von Notfallbatterien oder der Batterie deines Beibootmotors.

Überhaupt nicht. Die Steuereinheit des Generators erzeugt eine reine Sinuswelle, die sauberen, stabilen Strom liefert, der für alle empfindlichen elektronischen Geräte an Bord (PCs, Starlink, Fernseher usw.) absolut sicher ist.

Zur Lagerung im ausgeschalteten (und kalten) Zustand kannst du ihn in einem gut belüfteten Staufach aufbewahren. Für den Betrieb muss er jedoch ausschließlich im Freien aufgestellt und betrieben werden, fern von Niedergängen, Luken und Bullaugen (die idealerweise geschlossen bleiben sollten). Verbrennungsmotoren stoßen Kohlenmonoxid aus, ein tödliches und geruchloses Gas – benutze ihn daher niemals im Inneren des Bootes, in einem geschlossenen Staufach oder im Maschinenraum.

Quellen und Referenzen

Quelle
Beschreibung und bereitgestellte Inhalte
Honda, Website des Herstellers
Technische Daten des Generators.
Der YouTube-Kanal von The International Yachting Media
Testvideo, Echtzeit-Ereignisaufnahmen.
Luca D’Ambrosio
Testmessungen und Messwerte, die der Fachjournalist und Tester an Bord der „Daydreamer“, dem Laborboot des Verlags, erfasst hat.
The International Yachting Media
Bildmaterial zum Artikel.
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