Giovanna Vitelli übernimmt die Leitung von Altagamma: Die Schifffahrtsbranche übernimmt den Vorsitz der italienischen Exzellenzorganisation

Zum ersten Mal in der Geschichte der Altagamma-Stiftung… übernimmt die Yachtbranche die Führung der Organisation, die für die Spitzenleistungen der italienischen High-End-Kultur- und Kreativwirtschaft steht. Die Gesellschafterversammlung hat Giovanna Vitelli, Vorsitzende der Azimut Benetti Group, für die dreijährige Amtszeit 2026–2029 zur Präsidentin der Stiftung ernannt.

Diese Ernennung ist ein wichtiger Meilenstein für die gesamte Schifffahrtsbranche und stärkt deren Rolle innerhalb des italienischen Luxus-Ökosystems in einer Phase, die von tiefgreifenden Veränderungen auf den internationalen Märkten und einer wachsenden Aufmerksamkeit für den strategischen Wert des „Made in Italy“ geprägt ist. Giovanna Vitelli tritt die Nachfolge an Matteo Lunelli, Präsident und CEO von Ferrari Trento, der Altagamma zwei Amtszeiten lang leitete und dabei dazu beitrug, die internationale Positionierung des Unternehmens zu festigen sowie sein Engagement für Nachhaltigkeit und internationale Werbung zu stärken.

Führungskompetenz, die aus dem Segelsport entsteht

Vitelli steht seit 2023 an der Spitze der Azimut Benetti Group und ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der globalen Yachtbranche. Unter ihrer Führung erzielte die Gruppe einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro, verzeichnete in den letzten fünf Jahren ein Wachstum von 100 % und verfügt über einen Auftragsbestand, der bis ins Jahr 2029 reicht.

Der weltweit führende Hersteller von Yachten mit einer Länge von über 24 Meter seit über 26 Jahren in Folge ist Azimut Benetti derzeit in mehr als 80 Ländern mit einem Netzwerk von 138 Showrooms vertreten und beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter.

Giovanna Vitellis Vision für die nächsten drei Jahre

Giovanna Vitelli

In ihrer Antrittsrede als Präsidentin von Altagamma skizzierte Giovanna Vitelli die Schwerpunkte, die ihre Amtszeit bestimmen werden: „Ich fühle mich durch dieses Mandat geehrt und danke meinem Vorgänger, Matteo Lunelli, für die hervorragende Arbeit, die er im Laufe der Jahre geleistet hat. Ich übernehme diese Aufgabe, unterstützt von einem Team aus Unternehmern und Geschäftsführern, die weltweit echte Botschafter unseres Lebensstils sind. Gemeinsam werden wir daran arbeiten, bessere Sichtbarkeit auf die Auswirkungen unserer Unternehmen auf das Land – aus wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Sicht. Wir werden uns außerdem für den Erhalt des Handwerks einsetzen ( Die Handwerkskünste), ein wirklich übergreifendes Thema für den Fortbestand von „Made in Italy“.

„Der High-End-Sektor verdient es, als die Lokomotive unseres Landes anerkannt zu werden“, fuhrVitelli fort. „Erste Ergebnisse einer Studie, die wir gemeinsam mit der SDA Bocconi durchführen, zeigen, dass unsere Unternehmen im Vergleich zum durchschnittlichen italienischen Unternehmen dreimal so viel zum BIP-Wachstum beitragen, fünfmal so viele Mitarbeiter beschäftigen und im Durchschnitt 300-mal mehr Steuern zahlen.“.“

Ein neuer Vorstand mit mehr Frauen und der nächsten Generation

Zeitgleich mit der Ernennung des neuen Präsidenten hat Altagamma seinen Vorstand erneuert, wobei über 45 % der Mitglieder neu sind. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Ausgewogenheit zwischen den sieben von der Stiftung vertretenen Branchen gelegt – Mode, Design, Schmuck, Gastronomie, Hotellerie, Automobilindustrie und Yachting – sowie auf den Frauenanteil erhöhen. Tatsächlich stieg der Frauenanteil im Vorstand von 27 % auf 36 %, wobei neun der insgesamt 25 Vorstandsmitglieder Frauen sind.

Zu den bestätigten Vizepräsidenten gehören Sabina Belli für den Bereich Schmuck, Carlo Capasa für Mode, Aldo Melpignano für den Gastgewerbesektor, Dario Rinero für Design und Claudio Domenicali für den Automobilsektor. Carmen Moretti und Marco Piscitelli treten als neue Mitglieder dem Vizepräsidialteam bei.

Das sich wandelnde Gesicht des globalen Luxus

Die Ernennung von Giovanna Vitelli fällt in eine Zeit tiefgreifender Veränderungen auf dem globalen Luxusmarkt. Laut den von Altagamma vorgelegten Daten verzeichnete das Segment „Personal Luxury Goods“ einen Rückgang von 2 % und unterbrach damit einen Wachstumszyklus, der – abgesehen von der Pandemie – über ein Jahrzehnt lang angehalten hatte. Stattdessen treiben hochwertige Erlebnisse den Markt an. Insbesondere die Gastronomie wuchs um 3 % und die gehobene Gastronomie um 5 %, während Bei Yachten und Privatjets gab es einen Anstieg um 9 %, was die wachsende Beliebtheit des Erlebnissegments bestätigt.

Auch die geografische Verteilung der Nachfrage verschiebt sich. Die Vereinigten Staaten und bestimmte Gebiete im asiatisch-pazifischen Raum zeigen sich widerstandsfähiger, während der chinesische und der europäische Markt stärker von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten betroffen sind. Trotz der vorübergehenden Konjunkturabschwächung weist die Branche weiterhin solide Fundamentaldaten auf, wobei 13 % Wachstum im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie und etwa 45 % im Vergleich zu 2015.

Azimut S7 auf der Rennstrecke

Die drei Säulen von Giovanna Vitellis Strategieplan 2026–2029

Das Programm, das dem neuen Vorstand vorgelegt werden soll, stützt sich auf drei Hauptsäulen:

  • Den Wert italienischer Spitzenqualität hervorheben: Im Vordergrund steht dabei, die High-End-Branchen als strategischen nationalen Trumpf zu präsentieren. Zu den geplanten Initiativen gehört eine neue Studie, die gemeinsam mit der SDA Bocconi und Open Impact durchgeführt wird und darauf abzielt, die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen italienischer Luxusunternehmen zu quantifizieren und ihren Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und internationaler Wettbewerbsfähigkeit hervorzuheben. Ziel ist es außerdem, das Image des italienischen Lebensstils durch neue Veranstaltungen, Kulturprojekte und die Neuauflage der internationalen Nächste Design-Perspektiven Plattform.
  • Schutz der Handwerkskunst „Made in Italy“: Die zweite Säule konzentriert sich auf Ausbildung und Wissensvermittlung. In Italien sind über 1,7 Millionen junge Menschen im Alter zwischen 15 und 34 Jahren weder in Ausbildung noch berufstätig (NEETs), während die High-End-Lieferketten bis 2028 etwa 276.000 neue Fachkräfte benötigen werden. Um dieser Herausforderung zu begegnen, will Altagamma die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, berufsbildenden Schulen, höheren technischen Instituten (ITS) und Universitäten stärken und dabei auch Unternehmensakademien einbinden. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, handwerkliche Berufe in der Fertigungsindustrie durch Kommunikationskampagnen und Initiativen zur Berufsorientierung bei jüngeren Generationen bekannt zu machen.
  • Erschließung neuer Märkte und internationale Beziehungen: Die dritte Säule konzentriert sich auf die Stärkung des internationalen Geschäfts. Der Plan sieht vor, die Forschungsaktivitäten mithilfe des Altagamma-Bain-Monitors zu bündeln, die institutionellen Beziehungen auf nationaler und europäischer Ebene zu festigen und die Präsenz in strategischen Märkten wie den Vereinigten Staaten und China sowie in aufstrebenden Regionen wie Indien, Saudi-Arabien und Lateinamerika auszubauen.

Giovanna Vitelli

Yachting steht im italienischen Luxus im Mittelpunkt

Die Ernennung von Giovanna Vitelli ist auch eine Anerkennung der zunehmend zentralen Rolle, die der nautische Sektor innerhalb der Luxusbranche spielt. Das Segment verzeichnet weiterhin Rekordergebnisse: Italien behält seine weltweite Führungsrolle im Superyachtbau und gilt als einer der wichtigsten Motoren des nationalen Exports.

Die Präsenz der Yachtbranche an der Spitze von Altagamma bestätigt, dass die Branche mittlerweile weltweit zu den maßgeblichen Botschaftern des italienischen Lebensstils zählt und technologische Innovation, handwerkliches Erbe und wirtschaftlichen Wert erfolgreich miteinander verbindet.

Schlussfolgerungen

Die Wahl von Giovanna Vitelli zur Präsidentin von Altagamma schlägt ein neues Kapitel für die Stiftung auf und stärkt die Bedeutung der Yachtindustrie innerhalb des italienischen Exzellenzsystems weiter. In einem globalen Umfeld, das von tiefgreifenden Veränderungen im Verbraucherverhalten und in der geopolitischen Dynamik geprägt ist, zielt das neue Mandat darauf ab, den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beitrag von High-End-Branchen zu maximieren – durch Investitionen in Ausbildung, den Erhalt von Know-how und die Förderung der internationalen Expansion von Unternehmen. Es ist ein Weg, auf dem die Yachtbranche als einer der dynamischsten und repräsentativsten Sektoren des zeitgenössischen „Made in Italy“ angesehen wird.

Giovanna Vitelli – Häufig gestellte Fragen

Giovanna Vitelli, Vorsitzende der Azimut Benetti Group, wird die Stiftung für die dreijährige Amtszeit 2026–2029 leiten.

Es ist das erste Mal, dass ein Vertreter der Yachtbranche den Vorsitz von Altagamma übernommen hat, was die Rolle der Branche innerhalb der italienischen Luxuslandschaft stärkt.

Die Förderung italienischer Spitzenleistungen, die Bewahrung der Handwerkskunst „Made in Italy“ sowie der Ausbau internationaler Beziehungen und die Erschließung neuer Märkte.

Der Yachtsport ist einer der globalisiertesten und dynamischsten Bereiche von „Made in Italy“ – er ist weltweit führend im Bau von Superyachten und ein wichtiger Wachstumsmotor für die High-End-Branche.

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