Zwölf Meter lang, drei leistungsstarke Honda BF350 V8-Außenborder am Heck und eine Designphilosophie, die die Freiheit des Eigners zur individuellen Gestaltung in den Mittelpunkt stellt. Der Marcopolo MP12 kehrt als Star der Video-Seetests von The International Yachting Media zurück, diesmal in einer ganz anderen Konfiguration als jener, die wir bereits zuvor testen durften. Auf der Boot Genua sind wir an Bord dieser innovativen Yacht gegangen, um herauszufinden, wie sie sich mit vollen 1.050 PS Gesamtleistung verhält, und haben dabei Beschleunigung, Kraftstoffverbrauch, Höchstgeschwindigkeit und Kurvenverhalten überprüft.
Und nicht nur das: Wir haben auch das neue Honda-Joystick-System auf die Probe gestellt, das eine äußerst präzise Steuerung der Bootsbewegungen ermöglicht, einschließlich seitlicher Translationen bei Anlegemanövern. Unser Video-Test setzt sich dann mit einer vollständigen Tour durch Außen- und Innenbereich fort und zeigt die bemerkenswerte Modularität des Marcopolo MP12, seine klappbaren Terrassen, seine großzügigen Gemeinschaftsbereiche und seine zwei Kabinen unter Deck. Das Ergebnis ist ein Boot, das sportliche Leistung, Komfort und eine wirklich ungewöhnliche Vielseitigkeit vereint.
Marcopolo MP12 mit drei Honda BF350-Motoren: Video-Seetest ansehen
Schiebt man die Gashebel nach vorn, wird sofort klar, dass diese Version des Marcopolo MP12 einen dezidiert sportlichen Charakter hat. Die drei Honda BF350 V8-Motoren reagieren im Einklang und begleiten die Beschleunigung mit einem kraftvollen, mitreißenden Sound. Der Schub ist beeindruckend, und das Boot geht sofort ins Gleiten und überschreitet schnell 25 Knoten.
Am meisten beeindruckt jedoch nicht nur die verfügbare Leistung, sondern die Art, wie sie auf das Wasser übertragen wird. Trotz seiner Größe und der beträchtlichen Volumina an Bord erweist sich der Marcopolo MP12 als sofort reaktionsfreudig, mit sanfter Progression und einem Fahrverhalten, das großes Vertrauen schafft.
Wir nehmen die Gashebel zurück, um mit unseren Instrumentenmessungen zu beginnen, angefangen bei einer der am häufigsten genutzten Geschwindigkeiten für das Freizeitcruisen: 20 Knoten. Bei dieser Geschwindigkeit drehen die drei Honda V8-Motoren mit knapp über 2.000 U/min, und der Gesamtverbrauch liegt bei nur 100 Litern pro Stunde. Das entspricht etwa 5 Litern Kraftstoff pro Seemeile – ein besonders beeindruckender Wert für ein 12-Meter-Boot mit drei großen Außenbordmotoren. Das Gefühl ist das eines Fahrens mit erheblicher Leistungsreserve, ohne die Motoren übermäßig belasten zu müssen. Das ist ein Vorteil, der sich in entspanntem Cruisen und der Freiheit niederschlägt, das zu den Seebedingungen passende Tempo zu wählen.
Niedriger Kraftstoffverbrauch auch bei 30 Knoten: die Effizienz der drei Honda V8-Motoren
Wir erhöhen die Geschwindigkeit schrittweise, bis wir 25 Knoten erreichen. Die Drehzahl steigt auf 2.500 U/min, während der Gesamtverbrauch der drei Motoren bei 137 Litern pro Stunde bleibt, also rund 5,45 Litern pro Seemeile. Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis, besonders wenn man bedenkt, dass der Marcopolo MP12 kein ausschließlich auf Leistung ausgelegtes Boot ist. Seine Konfiguration legt den Schwerpunkt auf Wohnkomfort, offene Bereiche und die Möglichkeit individueller Ausstattung – Merkmale, die die beim Test gemessene Effizienz umso interessanter machen.

Aber wir können noch weiter gehen. Wir schieben die Gashebel nach vorn, bis wir 30 Knoten erreichen – ein entschieden zügiges Reisetempo, mit dem man lange Strecken in kurzer Zeit zurücklegen kann. Bei diesem Tempo drehen die drei Honda BF350 mit 3.150 U/min, bei einem Gesamtverbrauch von 179 Litern pro Stunde, was 5,96 Litern pro Seemeile entspricht. Der aussagekräftigste Wert ist genau dieser: Beim Übergang von 25 auf 30 Knoten bleibt der Anstieg des Kraftstoffverbrauchs pro Meile relativ moderat. Der Marcopolo MP12 zeigt damit, dass er hohe Reisegeschwindigkeiten halten kann, ohne die Effizienz übermäßig zu beeinträchtigen.
Marcopolo MP12 mit drei Honda-Motoren – gemessene Leistungswerte
Geschwindigkeit | Motordrehzahl | Gesamtkraftstoffverbrauch | Kraftstoffverbrauch pro Meile |
|---|---|---|---|
20 Knoten | Knapp über 2.000 U/min | 100 l/h | 5,00 l/sm |
25 Knoten | 2.500 U/min | 137 l/h | 5,48 l/sm |
30 Knoten | 3.150 U/min | 179 l/h | 5,97 l/sm |
Höchstgeschwindigkeit von 47,6 Knoten: Der Marcopolo MP12 überrascht
Die drei Honda BF350-Motoren haben noch einiges zu bieten, und so kommt der spannendste Moment des Tests: die Höchstgeschwindigkeit. Wir schieben die Gashebel ganz nach vorn, und die Reaktion folgt unmittelbar. Der Marcopolo MP12 beschleunigt mit großer Entschlossenheit, überschreitet 40 Knoten und dann 45, ohne jedes Zögern im Verlauf. Das GPS steigt weiter, bis es sich bei 47,6 Knoten einpendelt – eine wirklich bemerkenswerte Geschwindigkeit für eine Yacht dieser Größe und mit einer so komfortorientierten Konfiguration. Das sind über 88 km/h auf dem Wasser, ein Ergebnis, das diese Version des Marcopolo MP12 klar im Sportsegment ansiedelt.

Am meisten beeindruckt jedoch die Leichtigkeit, mit der das Boot diese Leistung erzielt. Der dreifache Honda-Antrieb scheint perfekt mit den Eigenschaften des Rumpfes zu harmonieren und liefert kraftvollen, aber stets beherrschbaren Schub.
Enge Kurven, Stabilität und Sicherheit: ein Rumpf, der überzeugt
Die Höchstgeschwindigkeit allein reicht nicht aus, um die Qualitäten eines Bootes zu beurteilen. Um das Verhalten des Marcopolo MP12 wirklich zu verstehen, müssen wir seinen Rumpf auf die Probe stellen, besonders bei den anspruchsvollsten Manövern. Wir verlangsamen daher auf etwa 30 Knoten und beginnen eine Reihe enger Kurven, zuerst nach Backbord, dann nach Steuerbord.
Die Reaktion ist ausgezeichnet. Der Marcopolo MP12 legt sich mit großer Präzision in die Kurve, ohne die Tendenz zu zeigen, auszubrechen oder die Kurve zu stark zu verengen. Selbst wenn mitten in der Kurve Gas gegeben wird, bleibt das Verhalten des Bootes berechenbar und vermittelt dem Rudergänger das Gefühl völliger Kontrolle. Genau diese Kombination aus Ansprechverhalten und Sicherheit macht es besonders angenehm zu fahren. Die seitlichen Beschleunigungen sorgen für eine gute Portion Adrenalin, doch das Verhalten des Rumpfes bleibt stets ruhig und kontrolliert.

Den Test schließen wir ab, indem wir die von unseren eigenen Durchgängen erzeugten Wellen durchqueren. Auch in dieser Situation bewahrt der Marcopolo MP12 ein ausgeglichenes Verhalten und absorbiert Stöße ohne abrupte Reaktionen. Der an Bord spürbare Komfort ist hoch, besonders wenn man bedenkt, zu welcher Leistung diese Konfiguration fähig ist.
Beeindruckende Beschleunigung: aus dem Stand auf 40 Knoten in Sekunden
Bevor wir in den Hafen zurückkehren, durfte unser gewohnter Beschleunigungstest nicht fehlen. Wir bringen das Boot zum vollständigen Stillstand, lassen die drei Motoren auf Leerlaufdrehzahl zurückgehen und machen uns bereit, die vollen 1.050 PS zu nutzen. Drei, zwei, eins: Gashebel ganz nach vorn. Die Reaktion der drei Honda V8-Motoren ist beeindruckend. Der Marcopolo MP12 schießt mit kraftvollem Schub nach vorn, erreicht schnell 10 Knoten und überschreitet fast augenblicklich die 20er-Marke. Der Vortrieb setzt sich ohne Zögern fort: 30, 35 und schließlich 40 Knoten in nur 27 Sekunden. Das ist eine Beschleunigung, die Eindruck hinterlässt, nicht nur wegen der Schnelligkeit, mit der die Geschwindigkeit erreicht wird, sondern auch wegen des Gefühls kontinuierlicher Kraftentfaltung der drei Außenborder.

Der Marcopolo MP12 zeigt damit, dass er zwei perfekt komplementäre Persönlichkeiten besitzt: die eines komfortablen Cruisers, der mit attraktivem Kraftstoffverbrauch hohe Reisegeschwindigkeiten fahren kann, und die einer Sportyacht, die intensive Emotionen liefert, wenn man sich entscheidet, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Der Honda-Joystick verwandelt Anlegemanöver
Nachdem wir die Fahrleistung überprüft haben, widmen wir uns einer der interessantesten Technologien dieser Konfiguration: dem für Mehrmotoreninstallationen entwickelten Honda-Joystick-System. Es ist eine besonders nützliche Lösung bei Booten dieser Größe, vor allem wenn es um Manöver auf engem Raum oder Windbedingungen geht, die das Anlegen erschweren.
Wird der Joystick aktiviert, nehmen die drei Außenborder automatisch die für die Manöver benötigte Konfiguration ein. Ab diesem Moment kann der Rudergänger die Bewegungen des Bootes mit einem einzigen Bedienelement steuern. Schiebt man den Hebel nach vorn, beginnt sich der Marcopolo MP12 sanft zu bewegen und hält dabei Geschwindigkeiten von etwa 2 bis 5 Knoten. Die Steuerung ist äußerst intuitiv und erlaubt eine präzise Dosierung der Bewegung. Wird mehr Schub benötigt, etwa um dem Wind entgegenzuwirken, lässt sich eine Funktion aktivieren, die die Motordrehzahl erhöht. Bei unserem Test erreichten wir mit diesem Modus etwa 7 Knoten.

Die interessantesten Fähigkeiten zeigen sich jedoch bei Dreh- und Translationsmanövern. Dreht man den Joystick nach Steuerbord, beginnt sich der Marcopolo MP12 auf der Stelle zu drehen, ohne auf die traditionellen kombinierten Gashebelmanöver zurückgreifen zu müssen. Auch hier lässt sich der Schub für eine schnellere Drehung erhöhen.
Die wahre Demonstration des Potenzials dieses Systems zeigt sich bei der Seitwärtsbewegung. Es genügt, den Joystick nach Steuerbord zu kippen, damit die drei Honda BF350 ihren Schub anwinkeln und modulieren, sodass sich das Boot seitlich bewegt, ohne nennenswerte Drehung. Das ist eine Funktion, die das Anlegen am Steg erheblich erleichtert, besonders wenn der verfügbare Platz begrenzt ist.
Das Ergebnis ist ein System, das den Marcopolo MP12 auch in den heikelsten Situationen erstaunlich einfach zu handhaben macht. Die Honda-Technologie ist also nicht nur ein Mehrwert in puncto Komfort, sondern trägt konkret zur Präzision und Sicherheit der Manöver bei.
Marcopolo MP12 im Detail: Modularität wird zu einer neuen Art, das Meer zu erleben
Nach Abschluss des Seetests gehen wir zurück an Bord, um einen weiteren Aspekt zu entdecken, der den Marcopolo MP12 besonders interessant macht: seine bemerkenswerte Modularität. Das Konzept hinter dem Design ist so einfach wie wirkungsvoll: Anstatt ein Boot mit starr vorgegebenem Layout anzubieten, gibt Marcopolo dem Eigner die Möglichkeit, zahlreiche Bereiche des Bootes nach den eigenen Vorlieben zu gestalten. Es ist eine Philosophie, die wir bereits bei unserem früheren Test des MP12 zu schätzen wussten und die wir auch in dieser Version wiederfinden, die auf völlig andere Weise ausgestattet ist.
Das Erste, was auffällt, ist das Heck mit seiner großen, komplett offenen Fläche. Das Fehlen sperriger fest installierter Möbel erlaubt eine äußerst vielseitige Nutzung des Raums, der je nach Bedarf in einen großen Gemeinschaftsbereich, eine Entspannungszone oder einen Bereich für Outdoor-Aktivitäten verwandelt werden kann. Zur Attraktivität dieser Lösung tragen die zwei klappbaren seitlichen Terrassen bei, die die verfügbare Fläche erheblich vergrößern und eine direkte Verbindung zum Meer schaffen. Einmal geöffnet, verwandeln die Terrassen den Heckbereich in einen echten offenen Raum auf dem Wasser, ideal für Tage vor Anker oder zur Aufnahme zahlreicher Gäste.

Die Anpassungsmöglichkeiten sind wirklich zahlreich. Man kann sich für den Einbau von einem großen Sofa, einem Sonnenpolster oder anderen Einrichtungsoptionen entscheiden, je nach den Gewohnheiten und Bedürfnissen des Eigners. Bei der von uns zuvor getesteten Konfiguration war beispielsweise ein Teil des Außenbereichs von einer Sitzgruppe belegt. Bei dieser Version finden wir dagegen ein anderes Layout, das die Bewegungsfreiheit noch weiter begünstigt. Genau darin liegt die Stärke des Designs: Zwei Marcopolo MP12 können sich zutiefst voneinander unterscheiden, obwohl sie dieselbe Plattform teilen.
Cockpit und Wohnbereich: viel Platz für ein 12-Meter-Boot
Bewegt man sich zur Mitte des Bootes, setzt sich der Eindruck von Großzügigkeit überraschend fort. Der Marcopolo MP12 nutzt seine zwölf Meter Länge hervorragend aus und bietet großzügige Gehflächen sowie fließende Verkehrswege. Die Anordnung der Möbel lässt viel Platz für geselliges Beisammensein, was diesen Bereich besonders gut für diejenigen geeignet macht, die ihr Boot gern in Gesellschaft genießen.
An der Seite finden wir eine große Bar-Einheit, ausgestattet mit allem, was für die Zubereitung von Getränken und schnellen Mahlzeiten benötigt wird. Unter der Arbeitsplatte sind ein Induktionskochfeld und eine Spüle eingebaut, während zusätzliche Fächer einen großzügig bemessenen Kühlschrank sowie zahlreiche Stauräume beherbergen. Es ist eine praktische Lösung, die es ermöglicht, Cocktails, ungezwungene Mittagessen und Abende an Bord zu veranstalten, ohne zwangsläufig die Pantry unter Deck nutzen zu müssen. Der Marcopolo MP12 zeigt damit, dass er für eine besonders freie Nutzung seiner Räume konzipiert wurde, die Geselligkeit und Kontakt mit dem Freien begünstigt.
Das Steuerstand: Honda-Technologie und maximale Ergonomie
Auch der Steuerstand spiegelt die moderne, technologische Ausrichtung des Marcopolo MP12 wider. Das Armaturenbrett ist großzügig, übersichtlich und gut organisiert und ermöglicht dem Rudergänger, alle wichtigen Bedienelemente leicht zu erreichen. Im Zentrum stehen natürlich die elektronischen Honda-Gashebel, die das Dreimotorensystem über verschiedene Betriebsmodi steuern. Dazu gehört die Single-Lever-Funktion, die alle Motoren gleichzeitig mit einem einzigen Bedienelement steuert und die Handhabung während der Fahrt vereinfacht.

Außerdem gibt es ein automatisches Trimm-System, das helfen soll, die Fahrlage des Bootes zu verwalten, während sich der bereits im Hafen getestete Joystick an einer leicht zugänglichen Position befindet. Zur Ausstattung gehört auch die Bugstrahlruder-Steuerung, die ein zusätzliches Mittel für Manöver bietet.
Auf dem Armaturenbrett finden wir ein großes Display für die Navigation und einen Honda-Bildschirm zur Überwachung der Motorparameter. Hinzu kommt das Zipwake-System zur dynamischen Trimsteuerung, während das Layout des Steuerstandes bei Bedarf die Installation eines zusätzlichen Displays ermöglicht. Der Gesamteindruck ist der eines sorgfältig entworfenen Kommandostandes, bei dem die Fülle an Technologie die Benutzerfreundlichkeit nicht beeinträchtigt.
Der Bug: eine Panorama-Lounge mit umwandelbarer Sonnenliege
In Richtung Bug ist der Bereich um eine große Sonnenliege herum organisiert, die breit genug ist, um zwei oder drei Personen bequem Platz zu bieten. Ihr besonderes Merkmal ist die Möglichkeit, sie in Sitzgelegenheiten umzuwandeln, wodurch eine echte Outdoor Lounge entsteht. Gegenüber befinden sich zwei seitliche Sessel, die den Konversationsbereich vervollständigen und es den Gästen ermöglichen, sich gegenüberzusitzen. Es ist eine besonders intelligente Anordnung, da sie den Bug zu verschiedenen Tageszeiten nutzbar macht: als Solarium während der Stopps vor Anker oder als sozialer Raum zum Entspannen und Genießen der Aussicht. Auch hier ist die Absicht deutlich erkennbar, jeden verfügbaren Quadratmeter optimal zu nutzen, ohne dabei auf Ästhetik und Komfort zu verzichten.
Das Interieur der Marcopolo MP12: zwei Kabinen und hochwertige Oberflächen
Beeindruckt das Äußere durch seine Vielseitigkeit, so überrascht das Innere der Marcopolo MP12 durch die Qualität der Oberflächen und die Raumnutzung. Unter Deck gelangt man in einen Schlafbereich, der um zwei Kabinen und ein komplettes Badezimmer herum angeordnet ist.
Die Eignerkabine ist der Hauptraum und besticht sofort durch ihre großzügigen Abmessungen. In der Mitte befindet sich ein großes Queen Size-Bett, umgeben von Möbeln und Polstern, die ein spürbares Gefühl von Raffinesse vermitteln. Die Liebe zum Detail zeigt sich in der Materialwahl, den Farbkombinationen und der handwerklichen Sorgfalt. Das Ganze schafft eine einladende Atmosphäre, die eher an eine Yacht einer höheren Kategorie als an ein Zwölf-Meter-Boot erinnert.

Neben der Hauptkabine befindet sich das Badezimmer, das ebenfalls über interessante Maße und vor allem über eine separate Duschkabine verfügt. Dies ist ein wichtiges Detail für all jene, die die Marcopolo MP12 auch für mehrtägige Kreuzfahrten nutzen möchten, da es den Komfort und die Praktikabilität des Lebens an Bord erheblich steigert.
Die größte Überraschung könnte jedoch die zweite Kabine sein. Sie befindet sich unter dem hinteren Teil des Hauptdecks und verfügt über zwei großzügig dimensionierte Einzelbetten, die durch einen komfortablen zentralen Durchgang getrennt sind. Trotz der Lage unter dem Hauptdeck ist die verfügbare Durchgangshöhe mehr als ausreichend und ermöglicht es, sich ohne besondere Schwierigkeiten zu bewegen. Zwischen den beiden Betten befindet sich zudem ein kleiner Nachttisch, während das Gesamtlayout den Raum gut nutzt, ohne eine zu beengte Umgebung zu schaffen. Für die zweite Kabine eines Zwölf-Meter-Bootes ist das Ergebnis absolut überzeugend. Die Marcopolo MP12 zeigt damit, dass sie nicht nur ein Boot für Tagesausflüge und geselliges Beisammensein ist, sondern auch ein Cruiser, der in der Lage ist, komfortable Unterkünfte für vier Personen zu bieten.
Schlussfolgerung
Die Marcopolo MP12 mit dreifachem Honda BF350 V8-Antrieb ist eines jener Boote, die an mehreren Fronten zu überraschen wissen. Ihre Leistung ist zweifellos eine ihrer größten Stärken. Die im Test erreichten 47,6 Knoten, die kraftvolle Beschleunigung und die Präzision des Rumpfes in engen Kurven zeugen von einem sportlichen Ansatz, der Sicherheit und Komfort nicht opfert. Ebenso interessant sind die bei Reisegeschwindigkeit aufgezeichneten Kraftstoffverbrauchswerte, insbesondere in Anbetracht der installierten Leistung und der Größe des Bootes. Die Elektronik von Honda sorgt für ein weiteres Maß an Raffinesse, mit einem Joystick, der An- und Ablegemanöver extrem intuitiv macht und die Arbeitsbelastung des Rudergängers reduziert.
Was die Marcopolo MP12 jedoch wirklich auszeichnet, ist wahrscheinlich ihr modulares Konzept. Die Möglichkeit zu wählen, wie die Außenbereiche organisiert werden, das Möbellayout zu ändern und das Boot an die eigenen Gewohnheiten anzupassen, stellt einen erheblichen Mehrwert dar. Hinzu kommen ein geräumiges Deck, ein technologisch fortschrittlicher Steuerstand und gut verarbeitete Innenräume mit zwei komfortablen Kabinen und einem Badezimmer mit separater Dusche.
Die Marcopolo MP12 schafft es so, den Nervenkitzel einer Sportyacht mit der Vielseitigkeit eines individuell gestalteten Bootes zu verbinden und gibt dem Eigner die Möglichkeit, ein wahrhaft persönliches Schiff zu kreieren, ohne auf das Vergnügen auf dem Wasser zu verzichten.
Marcopolo MP12 – Technische Daten
Merkmal | Technische Daten |
|---|---|
Länge über alles | 12,70 m |
Maximale Breite über alles | 4,05 m |
Maximale Personenanzahl | 14 |
Entwurfskategorie | B |
Motoren | 3 x 450 PS |
Kühlschränke | 2 x 130 l (optional) |
Kraftstofftank | 1.590 l |
Frischwassertank | 247 l |
Schwarzwassertank | 112 l |
Rumpf- und Deckmaterial | GFK |
Design | Roberto Delfanti |
Werft | Cantiere 3AF |
Quellen und Referenzen
Quelle | Inhalt |
|---|---|
YouTube-Video auf dem offiziellen Kanal von The International Yachting Media | Video-Testbericht der Marcopolo MP12 mit dreifachem Honda BF350 V8-Antrieb, Beschleunigungstest, Kraftstoffverbrauch, Höchstgeschwindigkeit, Joystick und Rundgang an Bord. |
Leistungsdaten und technische Messungen, die während der Probefahrt auf der Genua Boat Show gesammelt wurden, durchgeführt vom Bootsjournalisten, der Gründer und Direktor von The International Yachting Media ist. | |
Technische Daten der Honda V8-Außenborder, VTEC-, BLAST- und ECOmo-Technologien sowie die elektronischen Motormanagementsysteme. |
Marcopolo MP12 mit dreifachem Honda-Antrieb – FAQ
Was ist die Höchstgeschwindigkeit der Marcopolo MP12 mit drei Honda BF350?
Während der von Yacht Digest auf der Genua Boat Show durchgeführten Probefahrt erreichte die mit drei Honda BF350 V8-Motoren ausgestattete Marcopolo MP12 eine Höchstgeschwindigkeit von 47,6 Knoten, was etwa 88 km/h entspricht.
Wie viel Kraftstoff verbraucht die Marcopolo MP12 bei Reisegeschwindigkeit?
Bei 20 Knoten liegt der Gesamtverbrauch bei etwa 100 Litern pro Stunde, was 5 Litern pro Seemeile entspricht. Bei 25 Knoten steigt er auf 137 Liter pro Stunde, während er bei 30 Knoten 179 Liter pro Stunde erreicht, also etwa 5,97 Liter pro Meile.
Wie funktioniert der Honda-Joystick auf der Marcopolo MP12?
Mit dem Joystick können Sie die Richtung und die Bewegungen des Bootes mit einem einzigen Hebel steuern. Dank der koordinierten elektronischen Steuerung der drei Außenborder ist es möglich, vorwärts und rückwärts zu fahren, auf der Stelle zu drehen und sich seitwärts zu bewegen, was An- und Ablegemanöver erleichtert.
Wie viele Kabinen hat die Marcopolo MP12?
Die von Yacht Digest getestete Marcopolo MP12 verfügt über zwei Kabinen: eine Doppel-Eignerkabine mit einem Queen Size-Bett und eine zweite Kabine mit zwei Einzelbetten. Beide werden von einem Badezimmer mit separater Duschkabine bedient, was insgesamt vier Kojen ergibt.
Können die Räume auf der Marcopolo MP12 individuell angepasst werden?
Ja. Eines der Hauptmerkmale der Marcopolo MP12 ist die Modularität ihrer Außenbereiche. Der Eigner kann verschiedene Möbelkonfigurationen mit Sofas, Sonnenliegen und Gesellschaftsbereichen wählen und das Layout an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Die klappbaren Seitenterrassen ermöglichen zudem eine Erweiterung der nutzbaren Fläche am Heck.













