Das Scanner Envy 1100 ist ein Maxischlauchboot, das sicherlich nicht unbemerkt bleibt. Das schöne und elegante Boot ist eines der begehrtesten (und meistverkauften) High-End-Schlauchboote der letzten Jahre. Aus genau diesen Gründen haben wir von The International Yachting Media das Boot in seiner Außenbordversion gründlich und detailliert testen wollen.

Mach dich bereit zu entdecken, wie sich dieser Supersportwagen des Meeres verhält, wenn du die Drosselklappen nach vorne drückst.

Scanner Envy 1100: Motoreinstellung und Testbedingungen

Das schlagende Herz dieser Maxi-Rippe sind zwei Mercury Verado V10 Außenbordmotoren, die jeweils 350 PS leisten. Diese Konfiguration garantiert dem Scanner Envy 1100 einen gewaltigen Gesamtschub von 700 Pferdestärken. Interessant ist jedoch, dass die Werft dieses Modell für noch höhere Leistungen zertifiziert hat und Motorkonfigurationen mit bis zu 850 Gesamt-PS zulässt.

Die Wetter- und Seebedingungen während des Seetests waren ideal, um den Rumpf auf Herz und Nieren zu prüfen. Der Seegang reichte von leicht kabbelig bis rau und war durch einen lebhaften Wellengang gekennzeichnet, der durch einen Südwestwind von etwa 15 Knoten erzeugt wurde. In bestimmten Phasen des Tests waren wir mit Wellen von mehr als einem Meter Höhe konfrontiert – das perfekte Szenario, um die Seetauglichkeit des Rumpfes zu bewerten.

Leistung, Kraftstoffverbrauch und Effizienz des Scanner Envy 1100

Sobald die Gashebel betätigt wurden, reagierte der Envy 1100 sofort. Er kommt fast sofort auf Touren, zwischen 11 und 12 Knoten, ohne dass irgendjemand an Bord den Moment spürt, in dem sich das Boot aus dem Wasser hebt.

Die Effizienz des Rumpfes zeigt sich deutlich bei der Reisegeschwindigkeit. Bei 4.150 Umdrehungen pro Minute erreicht das Boot 30 Knoten bei einem Gesamtkraftstoffverbrauch von nur 89,7 Litern pro Stunde. Diese Daten verdeutlichen, wie der Widerstand des Rumpfes bei anhaltenden Geschwindigkeiten drastisch reduziert wird, wodurch das Gleichgewicht zwischen Leistung und Kraftstoffverbrauch optimiert wird.

Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigungstest

Bei voll aufgedrehtem Gaspedal zeigte der Scanner Envy 1100 seinen wahren sportlichen Charakter. Zu Beginn wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 44,8 Knoten gemessen. Später konnte das Boot diese Grenze sogar noch übertreffen und erreichte einen beeindruckenden Spitzenwert von 45,1 Knoten.

Auch der Beschleunigungstest lieferte aufregende Ergebnisse: Aus dem Stillstand heraus erreichte die Maxi-Rib die 10-, 20-, 30- und 40-Knoten-Marke in etwa 16 Sekunden – eine bemerkenswerte Leistung für ein Schiff dieser Größe und Verdrängung.

Handhabung und Seetüchtigkeit

Die Rümpfe von Scanner Marine sind legendär für ihre Seetüchtigkeit, und die Envy 1100 bestätigt diesen Ruf voll und ganz. Selbst wenn du gegen einen lebhaften Wellengang von über einem Meter ansteuerst, bleibt der gefühlte Komfort an Bord außergewöhnlich hoch.

Bei engen Manövern neigt sich das Boot und gleitet durch die Kurve, ohne auch nur einen Millimeter zu verrutschen, und hält seinen Kurs auch beim Beschleunigen durch die Kurve. Die Sicherheit ist auch in weiten Kurven bei hohen Geschwindigkeiten (fast 45 Knoten) gewährleistet, wo der Rumpf absolut kein Zögern zeigt.

Scanner Envy 1100 Drohnenansicht

Aufgezeichnete Leistung (Test mit 2x Mercury V10 350)

RPMGeschwindigkeit (Knoten)Gesamtverbrauch (Liter/Stunde)Liter pro nautische Meile
335020653,25
41503089,72,99
4630351283,66
5430402045,10
612045,12395,30

Testbedingungen: Aufgezeichnete Höchstgeschwindigkeit 45,1 Knoten; leicht kabbelige bis raue See, 15 Knoten Südwestwind, 2 Personen an Bord, Treibstoff 80%, Wasser 100%.

Scanner Envy 1100: Eleganz und jede Menge Platz

Wenn du dich dem Scanner Envy 1100 T-Top auf dem Dock des Hafens von Varazze näherst, erkennst du sofort die Bauqualität der Werft. Das Design ist muskulös und doch unglaublich raffiniert. Das Hauptmerkmal dieses Modells (und eigentlich jedes Scanners) ist die reichliche Verwendung von Fiberglas, das mit einem hochwertigen Gelcoat überzogen ist, das die Rohre überlappt und sie in die Struktur des Bootes integriert. Diese architektonische Entscheidung ist nicht nur ästhetisch, sondern auch strukturell: Sie vergrößert das Innenvolumen und erhöht den Freibord, was einen unvergleichlichen Spritzwasserschutz bietet.

Das Deckslayout ist ein klassischer und sehr erfolgreicher Walkaround. Das bedeutet, dass du dich in aller Sicherheit vom Heck zum Bug bewegen kannst, ohne Stufen oder enge Durchgänge.

  • Achterlicher Bereich: Die beiden Mercury V10-Außenbordmotoren lassen keinen Platz vermissen: Die Werft hat breite, gut integrierte seitliche Badeplattformen entworfen, die den Zugang zum Wasser (oder zum Dock) extrem einfach machen. Im vorderen Bereich befindet sich eine riesige Sonnenliege, auf der 3 Personen bequem Platz finden, und darunter verbirgt sich ein großer Stauraum.

  • Dinette und Wet Bar: In der Mitte des Cockpits bietet ein U-förmiges Sofa Platz für bis zu 6/7 Personen. Dazu gibt es eine Wet Bar mit Spüle, Induktionskochfeld und großem Kühlschrank. All das wird durch das imposante und aerodynamische T-Top geschützt, an dem ein ausziehbarer Sonnenschirm befestigt werden kann.

  • Steuerstand: Er ist ergonomisch gestaltet und bietet dank einer breiten Windschutzscheibe und einer perfekt angeordneten Instrumententafel überdurchschnittlichen Windschutz.

  • Bugbereich: Er ist extrem vielseitig und kann durch Hochklappen eines Klapptisches von einer geräumigen Sonnenliege in einen Ess-/Cocktailbereich verwandelt werden.

Das verborgene Geheimnis des Envy 1100: Innenräume und Volumina

Obwohl sie ein sportliches Profil hat, verbirgt sich hinter der Konsole der Envy 1100 viel mehr als nur ein einfacher Umkleideraum. Der Innenraum beherbergt ein Doppelbett in der Größe eines Kajütbootes, komplett mit Waschbecken und einer Toilette.

Mit dieser Lösung kannst du das Meer nicht nur für Tagesausflüge, sondern auch für kurze Kreuzfahrten in vollem Komfort genießen. Das getestete Modell wurde auf Wunsch des Eigners auch mit einem Bootszelt ausgestattet, mit dem zwei zusätzliche Schlafplätze am Heck geschaffen werden können, indem die große Sonnenliege genutzt wird.

Seitenansicht des Envy 1100 Scanners

Scanner Envy 1100: Technische Daten

ModellScanner Envy 1100 (Außenbordversion)
Test-Motoren2 x Mercury Verado V10 350 PS
Gesamtleistung700 CV
Maximal installierbare Leistung850 CV
Gesamtlänge11 Meter
Maximaler Strahl3,6 Meter
Maximale Anzahl von Passagieren18
Schlafgelegenheiten2 in der Kabine + 2 optional draußen
KonfigurationLuxuriöse Maxi-Rib mit Kabine und Bad
CE-KategorieB

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Der Envy 1100 hat einen Startpreis von 250.000 Euro, inklusive Motoren, aber ohne Steuern. Modelle mit deutlich mehr Optionen oder stärkeren Motoren können bis zu 300.000 Euro kosten.

Bei einer Geschwindigkeit von 30 Knoten ist der Kraftstoffverbrauch mit 2,9 Litern pro Meile oder insgesamt 89,7 Litern pro Stunde geringer.

Während des Tests wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 45,1 Knoten mit einer Gesamtmotorleistung von 700 PS (2 Mercury Verado V10 350 Motoren) erreicht.

Die Rümpfe von Scanner Marine sind für ihre Seetüchtigkeit bekannt; insbesondere die Envy 1100 kommt mit rauer See außergewöhnlich gut zurecht und fährt ruhig und sicher über die Wellen.

Es hat eine maximale Kapazität von 18 Personen.

Quellen und Referenzen:

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